Kyburger identifizieren sich wieder mit der Gemeinde
Nach Fusion mit Illnau-Effretikon
Neue Resultate über die Fusion von Kyburg und Illnau-Effretikon zeigen positive Entwicklungen. Negativer bewertet wurde die Aussenwirkung.
Die Eingemeindung von Kyburg in die Stadt Illnau-Effretikon wurde im Januar 2016 Realität. Die Stimmbevölkerung hatte zuvor der Fusion deutlich zugestimmt.
Der Kanton Zürich überprüfte seither regelmässig die Auswirkungen des Zusammenschlusses. Zur Abschätzung der Fusionseffekte wurde der Fusions-Check des Kantons Zürich verwendet, der vom Zentrum für Verwaltungsmanagement der Fachhochschule Graubünden (FHGR) entwickelt wurde.
Fusions-Check
Der Fusions-Check misst den Erfolg von Gemeindefusionen. Er basiert auf 47 Indikatoren und berücksichtigt die heterogene und föderalistisch geprägte Gemeindelandschaft der Schweiz. Er umfasst mindestens drei Erhebungen, wobei die Situation der Gemeinde mit jener vor der Fusion verglichen wird. (tbu)
Die Analyse konzentrierte sich auf die Gemeinde Kyburg und verglich die Situation vor der Fusion (2015) mit den Jahren 2018 und 2023.
Sechs von zehn Bereichen sind positiv
Die Ergebnisse zeigen, dass der Ortsteil Kyburg seit der Fusion positive Veränderungen in sechs von zehn untersuchten Bereichen aufweist.
Besonders sticht dabei die starke Verbesserung der Professionalität hervor. Auf der anderen Seite überrascht die negative Entwicklung in der Aussenwirkung. Diese wird zum einen durch die Gemeindegrösse bedingt,
zum anderen aber auch durch die Bemühungen der Gemeinde beeinflusst. Gefragt wird beim Fusions-Check deshalb unter anderem nach der Durchsetzung der gemeindeeigenen Interessen auf regionaler und kantonaler Ebene. In diesem Punkt wurden die Erwartungen offenbar nicht ganz erfüllt.
Trotzdem blieben die finanzielle Leistungsfähigkeit und die Standortattraktivität stabil. Positiv ist die Identifikation mit der Gemeinde, die sich nach einem Rückgang erholt und wieder das Niveau von 2015 erreicht hat.
Kyburg übertrifft zudem in sämtlichen Kriterien das Niveau des Benchmarks, der die Ergebnisse aller untersuchten Fusionsgemeinden in der Schweiz widerspiegelt.
An der zwischen September und Oktober 2023 durchgeführten Bevölkerungsbefragung haben insgesamt 126 Personen teilgenommen. Dies entspricht einem Rücklauf von 32 Prozent.