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Kindergarten Silberberg in Ottikon öffnet nach Schliessung erneut

Nach dem einjährigen Intermezzo sind alle wieder glücklich: Gemeinde, Eltern und last but not least – die Kinder.

Der Kindergarten Silberberg an der Bönlerstrasse in Oberottikon öffnet auf das neue Schuljahr doch wieder. (Archiv)

Foto: Simon Grässle

Kindergarten Silberberg in Ottikon öffnet nach Schliessung erneut

Wieder genügend Kinder

Vor ziemlich genau einem Jahr gab die Schulgemeinde Gossau bekannt, dass sie den Kindergarten Silberberg schliesst. Manche Eltern ärgerten sich. Nun gehen die Chindsgi-Türen ab dem neuen Schuljahr wieder auf.

Anfang März 2023 informierte die Schule Gossau die betroffenen Eltern über die Schliessung des Kindergartens Silberberg in Ottikon. Die Elternschaft wandte sich daraufhin mit einem Brief an die Schule. Für sie stand die Schliessung im Widerspruch zu den von der Gemeinde definierten Legislaturzielen.  

Dazu gehört nämlich unter anderem, die Wachten und ihre dezentralen Strukturen, auch bezüglich Schulen, zu stärken.

Dennoch wurden die Kinder dem Kindergarten Unterberg in Gossau zugeteilt. Schulpräsident Patrick Umbach (Die Mitte) erklärte damals, dass für die Berechnung des Kontingents der Kindergartenklassen der Stand von September 2022 massgeblich war. «Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde weniger Kinder im Kindergartenalter, was sich auf das derzeitige Schuljahr ausgewirkt hat.»

Kein definitiver Entscheid

Schon vor einem Jahr betonte der Schulpräsident, dass er nicht in die Zukunft schauen könne, aber in Ottikon in naher Zukunft wieder eine Kindergartenklasse möglich sein könne. Genau das ist nun der Fall. Wegen einer höheren Anzahl an Kindergartenkindern in den Aussenwachten lohne sich die Wiedereröffnung des Kindergartens Silberberg.

Ein Spielplatz bei einem Kindergarten.
Hier werden ab dem Sommer wieder Kinder spielen und der stillgelegten Anlage Leben einhauchen.

Auf Anfrage erklärt sich der Schulpräsident.

Herr Umbach, hat sich die Schliessung vor einem Jahr rückblickend gelohnt?

Patrick Umbach: Als wir letztes Jahr eine Kindergartenklasse schliessen mussten, war es so, dass viele Kinder – mitunter wegen der Übergänge über die Bubikerstrasse zwischen Unterottikon und Oberottikon – Anrecht auf den Schulbusbetrieb hatten. Viele wurden mindestens einen Weg gefahren, wobei sie auch beide Wege hätten gefahren werden können. Trotz dem Beschluss des Gemeinderats, die Aussenwachten zu stärken, war es deshalb richtig, den Kindergarten Silberberg zu schliessen. Nun hat sich die Situation zum neuen Schuljahr geändert, und wir betonten stets, die Schliessung sei nicht definitiv.

Dürfen oder müssen die Kinder aus Ottikon, die derzeit den Kindergarten Unterberg besuchen, ihr zweites Kindergartenjahr nun im Silberberg verbringen?

Grundsätzlich ja. Es ist wahrscheinlich, dass die jetzigen Erstklässler aus dem entsprechenden Einzugsgebiet in den Silberberg dürfen. Aber die definitive Klassenzuteilung wird nun durch die Schulleitungen gemacht und im Mai kommuniziert. Das Einzugsgebiet und die Schulweglängen sind wichtige Faktoren. Aber auch pädagogische Argumente spielen eine Rolle. Beispielsweise muss vielleicht doch ein Kind, das besondere Ressourcen braucht, an einen anderen Ort, wo diese gewährleistet sind.

Die Schulgemeinde teilte letzte Woche mit, dass es für das kommende Schuljahr nicht mehr Kinder als im vorherigen Jahr gibt. Wie ist das hinsichtlich der Wiedereröffnung zu verstehen?

Es sind gesamthaft nicht mehr Kindergartenkinder, doch sie setzen sich nun anders zusammen. Es sind mehr Kinder aus dem Umkreis Ottikon-Herschmettlen dabei.

Im letzten Jahr hiess es, der Kindergarten würde vielleicht für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen genutzt. Wurde daraus etwas?

Nein, das ist nie passiert. Dabei handelte es sich lediglich um ein Gerücht. Der Kindergarten ist von der Schulgemeinde nie für eine längere Unterbringung freigegeben worden.

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