Das kleine Paradies beim Werkheim Uster soll so bleiben
Wegen Sanierung gefährdet
Der Gartenraum gleich neben dem Friedhof soll erhalten bleiben. Das wünschen sich der Quartierverein Kirchuster und das Werkheim. Nun reichen sie eine Petition ein.
Eine Delegation mit Klienten des Werkheims und eine des Quartiervereins Kirchuster setzen sich mit einer Petition für den Gartenraum an der Friedhofallee ein. Das kleine soziokulturelle Biotop soll erhalten bleiben. Die Unterzeichnenden bitten den Stadtrat, bei der Sanierung und Aufwertung der Liegenschaft Apothekerstrasse 18 die nötige Umsicht walten zu lassen, um den Gartenraum am jetzigen Standort weiter zu ermöglichen.
Konkret wird vom Stadtrat gefordert, bei der Realisierung des Umbauprojekts die Verkaufsflächen und soweit möglich auch die Anbauflächen und Arbeitsbereiche zu erhalten. Ausserdem sollen die betrieblichen Bedürfnisse und Möglichkeiten des Werkheims angemessen berücksichtigt werden. Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) hat die Petition stellvertretend für den Stadtrat entgegengenommen.
Nicht gewinnorientiert denken
Aus Sicht des Quartiervereins Kirchuster soll der soziale Wert des Gesamtensembles aus Kindertagesstätte, dem Gartenraum Hoflädeli sowie den dazugehörigen Anbauflächen und Werkstätten, wo kognitiv beeinträchtigte Menschen arbeiten, höher gewichtet werden als eine marktorientierte Vermietung an das Gewerbe. Aus dieser ziehe das Quartier keinen Nutzen, schreibt Gemeinderat Silvio Foiera (EDU), der auch das Amt des Präsidenten des Quartiervereins Kirchuster innehat.

Die 150 Unterzeichnenden der Petition hoffen auf entsprechende Sensibilität bei der Sanierung des Gebäudes, damit der Gartenraum erhalten werden kann. Das sei im Sinne von Uster als inklusiver Stadt für alle.
Vielen Ustermerinnen und Ustermern mag der lauschige Ort auch ein Begriff sein vom letztjährigen Hinterhalt-Festival im Sommer. Da stellte das Werkheim seinen Garten der Bevölkerung zur Verfügung und bot drei Tage lang Platz für Foodstände und Konzerte.
