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Wetzikon bewilligt eine Strassensperrung zu viel

Ein Anwohner fürchtete um die Zufahrt zu seinem Zuhause. Doch es kam nur fast so weit.

Im Quartier steht derzeit ein Kran. Da es in der Nähe eine weitere Baustelle gibt, waren die Zufahrten für die Anwohner für kurze Zeit gesperrt.

Foto: Luca Da Rugna

Wetzikon bewilligt eine Strassensperrung zu viel

Wegen Verzögerungen

Ein Anwohner fürchtete um die Zufahrt zu seinem Zuhause. Zwei Baufirmen hätten beinahe zur selben Zeit die Zufahrten zum Quartiers gesperrt. Mit Bewilligung des Bauamts.

Kürzlich flatterte bei Jürg Jordi aus Wetzikon ein Schreiben in den Briefkasten. Eine Liegenschaftsverwaltung informierte die Anwohner an der Rebhalde in Wetzikon darüber, dass Ende Monat die Zufahrt während eines ganzen Werktags gesperrt würde. Bauliche Überlegungen seien der Grund dafür – eigentlich nichts Unübliches. «Bei uns herrscht Kreisverkehr, weshalb die Sperrung einer Seite kein Problem wäre.»

Dann stellte sich jedoch heraus, dass eine weitere Baufirma im Rahmen eines privaten Bauvorhabens an der Weinbergstrasse einen Kran aufstellt, was heisst, dass die zweite Zufahrt gesperrt würde. Und zwar zur selben Zeit. Das exakt an dieser Stelle, wo noch eine Zufahrt zum Wohnquartier offen sein müsste.

Die Einfahrtsstrasse in ein Quartier. Dabei sind Bauarbeiten im Gange.
Auch wenn die Einfahrt an der Tösstalstrasse, die in das Wohnquartier führt, eher eng bemessen ist, kam es nicht zu einer dauerhaften Sperrung.

Jordi fragte sich als Anwohner: «Was, wenn die Feuerwehr oder der Notfalldienst ausrücken muss? Da zählt schliesslich jede Minute.» Hinzu kommt die Tatsache, dass auch die Anwohner ein Anrecht auf die Zu- und Wegfahrt haben. «Am Abend vor der Sperrung rief ich dann die Polizei an, die meinte, sie sende eine Patrouille los, um die Lage einmal zu überprüfen.»

Unglückliche Verzögerungen

Wie es beinahe zu einer Sperrung kommen konnte, erklärt die Abteilung Bau der Stadt Wetzikon auf Anfrage: «Bei der Rebhalde 1 wurden im Vorfeld diverse Sperrungen offiziell eingegeben und bewilligt. Aufgrund der Witterungsverhältnisse kam es jedoch zu Verzögerungen.» So hätten die zwei zur selben Zeit bestehenden Baustellen fast zu einer Doppelsperrung geführt.

Die Durchfahrt sei für Personenwagen sowie Blaulichtorganisationen aber immer gewährleistet gewesen.

Am 31. Januar sei zudem der Bauleiter vor Ort gewesen und habe den Verkehr geregelt. Beim Abladen von Baumaterial sei es nur kurzfristig zu einem Engpass der Durchfahrt gekommen.

Generell gilt: Jede Strassensperrung aufgrund einer Baustelle und die deshalb entstehenden Umleitungen werden von der Stadt Wetzikon deutlich signalisiert und im Voraus kommuniziert. Zudem wird jede Sperrung durch das Amt für Sicherheit und Tiefbau genaustens geprüft. Die Stadt versendet jeweils ein Informationsschreiben an die Anwohner, um sie frühzeitig zu orientieren.

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