Ein Muslim und ein Jude räumen gemeinsam mit Vorurteilen auf
Ein Kampf gegen Windmühlen?
Sie tun es seit zwölf Jahren, und doch ist ihre Aufgabe nie zu Ende. Ein Jude und ein Muslim fördern den Dialog zwischen zwei Religionsgruppen. Diese Woche sind sie in Pfäffikon zu Besuch.
«Seit dem Krieg im Nahen Osten ist der Austausch zwischen jüdischen und muslimischen Menschen umso wichtiger», sagen Ramazan Özgü (38) und Ron Halbright (67) einstimmig. Ersterer ist Muslim, Letzterer Jude. Seit zwölf Jahren setzen sich die beiden für den interreligiösen Dialog in der Schweiz ein, indem sie Workshops veranstalten. Zudem verbindet sie mittlerweile eine innige Freundschaft.
Gemeinsam besuchen Ramazan Özgü und Ron Halbright vom National Coalition Building Institute (NCBI) regelmässig Schulklassen oder Veranstaltungen in Kirchgemeinden. Am 1. Februar sind sie beim Interkulturellen Forum Pfäffikon (IFP) zu Gast, das zugleich eine Ausstellung zum Dialog zwischen den Religionen zeigt.
In ihren vierstündigen Workshops versuchen sie, Vorurteile gegenüber Muslimen und Juden abzubauen. Im Interview erzählen sie über ihre Beweggründe.
