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Mönchaltorf trifft Vereinbarung für Leistungen zur Asylbetreuung

Die Gemeinde hat eine neue Lösung gefunden. Ab Januar soll eine Firma aus Zürich die Betreuung von Asylsuchenden sicherstellen.

Per 1. Januar 2024 arbeitet die Gemeinde Mönchaltorf nicht mehr mit der AOZ, sondern mit der Firma ORS Service AG zusammen. (Archiv)

Foto: Nicolas Zonvi

Mönchaltorf trifft Vereinbarung für Leistungen zur Asylbetreuung

AOZ wollte nicht verlängern

Der Gemeinderat Mönchaltorf hat per Januar eine neue Leistungsvereinbarung mit einer Firma aus Zürich getroffen. Da der Leistungsauftrag mit der Asylorganisation Zürich nicht verlängert wurde, war dieser Schritt nötig.

Die Gemeinde Mönchaltorf hat per Januar 2024 eine Leistungsvereinbarung mit der Firma ORS Service AG aus Zürich getroffen, um die Betreuung von Asylsuchenden sicherzustellen. Der Vertrag ist auf zwei Jahre befristet, wobei dieser optional um ein Jahr verlängert werden kann. Dies teilt die Gemeinde Mönchaltorf in einer Medienmitteilung mit.

AOZ wollte nicht verlängern

Für die Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen hatte die Gemeinde Mönchaltorf der Asylorganisation Zürich (AOZ) Ende Jahr 2022 einen Leistungsauftrag erteilt. Die Vereinbarung läuft am 31. Dezember 2023 aus und konnte aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht verlängert werden. Ausserdem habe die AOZ bekannt gegeben, dass sie die Zusammenarbeit mit der Gemeinde nicht verlängern wolle.

Aufgrund dieser Ausgangslage seien die Betreuungsleistungen im Sommer 2023 öffentlich ausgeschrieben worden. Im September habe der Gemeinderat feststellen müssen, dass innert Frist kein Angebot für die Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen eingereicht wurde.

Das Submissionsverfahren sei deshalb ergebnislos abgebrochen worden. Der Gemeinderat hat daraufhin das Ressort Gesellschaft im gleichen Beschluss beauftragt, eine interne Lösung oder eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden zu prüfen.

Bestmögliche Lösung

In den vergangenen Wochen habe man intensiv eine interne Lösung geprüft. Auf die Stellenausschreibung seien einige gute Bewerbungen eingegangen. Trotzdem konnten die beiden Teilzeitstellen nicht besetzt werden. Teilweise hätten die Pensen nicht gepasst, teilweise hätten einzelne Fachdiplome gefehlt, die für die Aufgabenerfüllung zwingend erforderlich seien.

Eine Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde habe man in der kurzen Zeit nicht vertieft prüfen können.

Nachträgliche Offerte

Aufgrund der Publikation bezüglich des Abbruchs des Submissionsverfahrens habe sich die Firma ORS Service AG aus Zürich bereit erklärt, nachträglich ein Angebot einzureichen.

Hinsichtlich der Sicherstellung der Betreuung ab 1. Januar 2024 wurde die ORS eingeladen, gestützt auf die Submissionsunterlagen ein Angebot einzureichen. Die Offerte sei Ende Oktober eingetroffen und zwischenzeitlich vertieft geprüft worden.

Die ORS erfülle die Voraussetzungen für den Abschluss einer Leistungsvereinbarung. Insbesondere könne sie die notwendigen personellen Ressourcen per 1. Januar bereitstellen. Das Betriebskonzept der ORS Service AG sei zweckmässig und erfülle die Anforderungen und Anliegen der Gemeinde.

Zeit für künftige Lösungen

Obwohl die Gemeinde die Planung für eine nahtlose Weiterführung des Betreuungsmandats für Asylsuchende frühzeitig in Angriff genommen hätte, konnte bis Mitte Oktober keine befriedigende Lösung gefunden werden. Dank dem nachträglichen Angebot der Firma ORS Service AG könne die Betreuung ab Januar 2024 sichergestellt werden.

Die Firma ORS betreut im Auftrag zahlreicher Gemeinden und Städte Asylsuchende. Innerhalb der Vertragsdauer von zwei Jahren könnten nun andere Optionen, insbesondere eine interkommunale Zusammenarbeit im Bezirk, geprüft und Lösungen erarbeitet werden.

Lesen Sie hier unseren grossen Asylquote-Report und wie sich Oberländer Gemeinden von Kanton und Bund im Stich gelassen fühlen.

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