Im Oberland wimmelt es von Rindviechern
In Wald gibt’s die meisten
Die Viehschau-Saison ist im Gange. Allein im Kanton Zürich leben über 90'000 Rinder und zirka 40'000 Kühe. Im Oberland steht die Gemeinde Wald mit ihrem Viehbestand deutlich an der Spitze.
In vielen Oberländer Gemeinden werden wohl schon bald wieder Kuhfladen auf gewissen Strassen liegen. Die Viehschau-Saison ist angebrochen. Traditionell findet im Oktober seit Jahrzehnten auch die Walder Viehschau auf dem Viehprämierungsplatz statt.
Ab 8 Uhr in der Früh erfolgt der Auftrieb der Viehherden mit lautem Glockengeläute und prächtig geschmückten Tieren mitten durch das Dorfzentrum. Auf diesem Weg verlassen die Herden nach der Prämierung das Dorf auch wieder und ziehen in die Gehöfte der Weiler und Aussenwachten.
Zugelassen sind alle Milchviehrassen, deren Tiere älter als ein Jahr sind. Das heisst Kühe und sämtliches Jungvieh. Nicht zugelassen sind allerdings Kreuzungstiere oder Tiere für die Fleischproduktion.
Der Braunviehzuchtverein Wald und die Viehschaukommission Wald erwarten für die diesjährige Viehschau vom 21. Oktober rund 180 Kühe und 120 Stück Jungvieh der Rassen Brown-Swiss (BS), Original-Braunvieh (OB) sowie Schwarz- und Rotfleckvieh (HO/FV).
Beste Voraussetzungen
Wald ist die viehreichste Gemeinde im Oberland. Derzeit produzieren noch über 70 Landwirte hauptberuflich Nahrungsmittel. Dazu kommen rund 10 Nebenerwerbsbetriebe. Hauptsächlich wird Milch produziert.
Der Grund, weshalb in Wald die meisten Rindviecher im Oberland leben, ist das viele Grünland. Die Wiesen und Weiden, die sich zum Teil in der voralpinen Hügelzone und im Berggebiet befinden, eignen sich bestens für Graswirtschaft. Ohnehin gibt es keine anderen Nutztiere als das Rindvieh, das Gras so effektiv in Milch und Fleisch umwandelt.
Deutlich variierende Bestände
Gemäss den kantonalen Zahlen leben im Kanton Zürich Stand 2022 genau 40'572 Kühe und 91'935 Rinder. Von Letzteren leben 34'701 im Oberland. Übrigens: Erst wenn ein Rind zum ersten Mal gekalbt hat, wird es zu einer Kuh. Und es gibt überall mehr Rinder, als es Kühe gibt.
In der Gemeinde Wald leben derweil mit 2321 Rindern die meisten in der gesamten Region. Die Nachbargemeinde Rüti beispielsweise hat lediglich einen Bestand von 654. In der vergleichsweise eher kleinen Gemeinde Hittnau leben doch immerhin 1451. In Maur sogar 1554.
Aber auch die Gemeinden Bäretswil und Turbenthal haben mit 1824 und 1682 Rindern einen sehr grossen Bestand. Die Gemeinde Hinwil steht mit 1956 Rindern gar auf dem zweiten Platz, was die Anzahl betrifft. Zum Vergleich: In der Gemeinde Dübendorf sind es gerade einmal 308. In Greifensee lediglich 125, und in Fällanden sind es mit 88 noch weniger. Den kleinsten Bestand hat Schwerzenbach mit nur 68 Rindern.
Anzahl Kühe:
Wald: 987
Hinwil: 999
Illnau-Effretikon: 952
Bäretswil: 833
Maur: 682
Hittnau: 639
Rüti: 348
Dübendorf: 150
Greifensee: 49
Schwerzenbach: 47
Fällanden: 25

Anstehende Viehschauen:
7. Oktober: Viehschau Maur ab 9.30 Uhr, organisiert von der Landwirtschaftskommission Maur
7. Oktober: Viehschau Wila Tablat ab 8 Uhr, organisiert von der Viehschaukommission Wila
11. Oktober: Viehschau Fischenthal (keine Uhrzeit bekannt)
11. Oktober: Viehschau Sternenberg (keine Uhrzeit bekannt), organisiert vom Viehschauverein Sternenberg
14. Oktober: Viehschau Bauma (keine Uhrzeit bekannt), organisiert von der Braunviehzuchtgenossenschaft
14. Oktober: Viehschau Dürnten (keine Uhrzeit bekannt), findet auf dem Gemeindeparkplatz statt
21. Oktober: Viehschau Wald ab 9.30 Uhr, organisiert vom Braunviehzuchtverein Wald
25. Oktober: Viehschau Hinwil (keine Uhrzeit bekannt), organisiert vom Braunviehzuchtverein Hinwil
28. Oktober: Gemeindeviehschau Turbenthal in Neubrunn ab 9.30 Uhr, organisiert von der Schaukommission
