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Regeneration des Wildert zeigt bereits erste Erfolge

Im Wildert findet man wieder seltene Tiere und Pflanzen. Doch damit geben sich die Verantwortlichen noch nicht zufrieden.

Dieser Laubfrosch fühlt sich im Flachweiher wohl. Er gilt als stark gefährdet.

Foto: Barbara Leuthold

Regeneration des Wildert zeigt bereits erste Erfolge

Naturschutzgebiet in Illnau-Effretikon

Im Naturschutzgebiet Wildert haben sich bereits seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Jetzt startet die zweite Etappe der Regeneration.

Das Wildert in der Gemeinde Illnau-Effretikon ist ein Naturschutzgebiet mit hohem ökologischem Wert. Das Gebiet ist als Hoch- und Übergangsmoor sowie als Flachmoor von nationaler Bedeutung und auch kantonal geschützt.

Trotz der noch erhaltenen Vielfalt und Schönheit leidet das Wildert bis heute unter den Folgen des früheren Torfabbaus und der einst intensiveren Bewirtschaftung. Um das Gebiet als Lebensraum für stark gefährdete Arten aufzuwerten, hat die Baudirektion letzten Herbst einen Grossteil der trockengelegten Randflächen regeneriert.

Mit dem Einbau einer Holzspundwand wurden gemäss einer Mitteilung die Wasserstände im Moor stabilisiert und das Wildert somit widerstandsfähiger gegenüber Trockenphasen gemacht.

Neuer Lebensraum für Libellen und Amphibien

Nachdem die Arbeiten im Spätherbst witterungsbedingt unterbrochen werden mussten, werden in den kommenden Wochen die noch ausstehenden Bauarbeiten ausgeführt. Auf den verbliebenen trockenen Randflächen wird der nährstoffreiche, zersetzte Torf entfernt.

Im Anschluss werden die Flächen mit Saatgut von lokalen, artenreichen Riedwiesen neu begrünt. Auf der Parzelle von Pro Natura im Wildertspitz wird zudem ein flacher Weiher angelegt. Dieser dient Libellen und Amphibien als neuer Lebensraum, soll jedoch auch dazu beitragen, den Nährstoffgehalt des Wassers zu reduzieren, welches in das Wildert fliesst.

Erste Erfolge aus alten Samen

Auf den im letzten Jahr regenerierten, ehemals trockengelegten Flächen entwickelt sich die Pflanzen- und Tierwelt gemäss der Mitteilung sehr gut. Die zwei angelegten Flachweiher wurden bereits von zahlreichen Libellenarten und – besonders erfreulich – dem stark gefährdeten Laubfrosch angenommen.

Auf den neuen Flachmoorflächen kommen nun zudem das Gnadenkraut und das Schwarzbraune Zyperngras vor. Beide Arten sind im Kanton Zürich sehr selten und waren nicht im ausgebrachten Saatgut enthalten.

Sie sind deshalb mit grosser Wahrscheinlichkeit aus alten Samen gekeimt, welche jahrzehntelang im Torf des Wildert überdauern konnten. Das Aufwertungsprojekt leistet einen wichtigen Beitrag gegen den fortschreitenden Artenverlust und trägt auch zur Verminderung der CO₂-Emissionen aus abgetrockneten Torfböden bei.

Baustart nächste Woche

Die Bauarbeiten für die zweite Etappe starten am Montag, 7. August, und werden voraussichtlich im November 2023 abgeschlossen. Die Wander- und Fusswege im Gebiet müssen in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt werden. Eine Umleitung ist signalisiert.

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