Ein Zufall brachte sie an die Pony-Weltmeisterschaften
Reiterin aus Turbenthal
Elena Truniger nahm ziemlich spontan an den Mounted-Games-Weltmeisterschaften teil. Eine besondere Herausforderung bot der Turbenthalerin ihre vierbeinige Teampartnerin.
Man wird nicht jeden Tag angefragt, ob man spontan an einer Weltmeisterschaft teilnehmen möchte. Doch genau diese Frage wurde vor Kurzem der Turbenthalerin Elena Truniger gestellt.
«Eine Reiterin aus der Westschweiz suchte noch eine Partnerin für die Mounted-Games-Weltmeisterschaften», erzählt die 15-Jährige. Und so kam sie unverhofft zu einem Startplatz.
Die Anfrage kam von einer Reitstallbesitzerin, welche die Schweizer Delegation koordiniert. Auf ihrem Hof trainiert Truniger regelmässig. So kam der Kontakt zustande – und die Jugendliche durfte vergangene Woche an die besagten Weltmeisterschaften nach Dänemark reisen.
Kein eingespieltes Team
Mounted Games beschreibt man am besten als Stafettenrennen und Geschicklichkeitsspiele hoch zu Pony. Truniger übt die Sportart seit Jahren aus.
Zuerst in Wila auf kleineren Ponys und jetzt im solothurnischen Aetingen. Rund einmal im Monat besucht sie jeweils dort das Training.
Elena Truniger (im gelben Helm) auf Lenny an den Weltmeisterschaften. Video: PD
Sitzt sie also nur einmal im Monat im Sattel? Truniger beschwichtigt: «Ich reite auch sonst im Hof Garten in Lettenberg, aber auf Pferden.» Diese sind für die Mounted Games aber nicht zugelassen.
Für den Wettkampf in Dänemark ritt Truniger das Pony Lenny. Eine Stute, die sie vorher noch nicht kannte. Tier und Reiterin mussten sich zuerst aneinander gewöhnen. Deshalb verlief der Wettkampf nicht ganz reibungslos für das Duo.
«Nicht so der Hammer»
«Es war bei so einer spontanen Teilnahme klar, dass wir keine grossen Ambitionen haben», sagt Truniger. Für sie galt das Motto «dabei sein ist alles».
Ganz im Gegensatz zu den Paaren, die sich lange Zeit auf die Weltmeisterschaften vorbereitet haben. Für die Turbenthalerin war daher von Anfang an klar, dass eine gute Platzierung schwierig werden würde.
So wurden sie und ihre Teampartnerin denn auch Letzte in ihrer Kategorie U18. Oder wie Truniger es ausdrückt: «Das Resultat ist schon nicht so der Hammer.»
Fokus auf Lehre – und Schweizer Meisterschaft
Trotzdem war die WM-Teilnahme für die pony- und pferdebegeisterte Jugendliche ein schönes Erlebnis. Ob sie noch einmal die Möglichkeit dazu hat, weiss sie aber nicht.

Sie beginnt bald ihre KV-Lehre und wird weniger flexibel sein. «Die Ausbildung geht vor», betont sie. Wenn es zeitlich möglich ist, will sie den Mounted Games aber trotzdem treu bleiben.
Truniger wird sicher noch die diesjährige Saison der Schweizer Meisterschaft abschliessen. Dort sind die Ambitionen grösser: Aktuell liegt sie auf Zwischenrang drei.
