Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Wieso in die Ferne? Das sind die Alternativen im Oberland

«Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah», ist mehr als nur eine Floskel. Das zeigen die Tipps fürs Wochenende.

Auf der Suche nach Ideen, Ihre Freizeit zu gestalten? Wie liefern sie.

Foto: Dominik Gut

Wieso in die Ferne? Das sind die Alternativen im Oberland

Tipps der Redaktion

Auch im Oberland kommt man zum Start der Sommerferien auf seine Kosten. Wir liefern Ausflugstipps, die eine Reise in die Ferne überflüssig machen.

Am Wochenende beginnen die Schulsommerferien im Kanton. Viele Oberländerinnen und Oberländer zieht es dann in die Ferne.

Doch man muss nicht nach Nordamerika oder in den Süden reisen, um Neues zu entdecken. In der Region gibt es am Wochenende für fast jedes Ferienerlebnis eine passende Alternative.

Giessen statt Niagara Falls

Man sieht einen Wasserfall.
Der Wanderweg zum Zeller Giessen eignet sich gut für heisse Tage.

Ein kleiner Hinweis gleich vorweg: Mit den Wasserfällen an der US-kanadischen Grenze können die Giessen in der Region nicht ganz mithalten – zumindest was die Grösse anbelangt.

Spektakulär sind sie trotzdem. So beispielsweise der Schreizen-Giessen mit seiner Felswand. Die Wanderung dorthin kann man in Wila beginnen oder im Weiler Freckmünd.

Dorthin fährt dieses Wochenende noch das Postauto, ab nächster Woche gibt es ein Ruftaxi bis Mitte August. Am besten konsultiert man den Online-Fahrplan.

Nach dem Ausflug an den Giessen hat man diverse Wandermöglichkeiten, nach Sitzberg und weiter an den Bichelsee beispielsweise oder nach Turbenthal.

Ein weiterer Ausflug könnte zum Zeller Giessen im Königstal führen. Diesen erreicht man am einfachsten vom Dorf Zell her. Der Weg verläuft entlang dem Zellerbach. Zudem sind die Temperaturen dort auch an heissen Tagen noch angenehm.

Bechtler-Stiftung statt Tate Modern

Die Vernissage von Fischli und Weiss in der Bechtler-Stiftung 2023.
Eindrücke von der Vernissage von Fischli und Weiss in der Bechtler-Stiftung im April.

Kunstbegeisterte können in der Bechtler-Stiftung in Uster aktuell die Ausstellung «Ein Ruheloses Universum» des Künstlerduos Fischli und Weiss bestaunen.

Werke des Duos waren auch schon in der bekannten Tate Gallery of Modern Art (oder Tate Modern) in London ausgestellt. Aber so weit reisen muss man heuer nicht.

«Ein Ruheloses Universum» zeigt die beiden Werke «Surrli» (1989) und die Originalkostüme von «Ratte und Bär» (2004). Die beiden Tierfiguren tauchen im Werk von Peter Fischli und dem 2012 verstorbenen David Weiss in verschiedenen Rollen auf.

Die Bechtler-Stiftung in Uster ist von Donnerstag bis Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Zudem ist dort im Moment die Videoinstallation «I Couldn’t Agree With You More» von Pipilotti Rist zu sehen. Vom 17. Juli bis zum 6. August ist jedoch Sommerpause bei den Ausstellungen.

Römerkastell Irgenhausen statt Rom

Drohnenaufnahme von einem römischen Kastell.
Das Kastell wurde im 4. Jahrhundert gebaut.

Spuren der «alten» Römer findet man auch in der Region, beispielsweise im geschichtsträchtigen Römerkastell in Irgenhausen, unweit des Pfäffikersees. Es wurde im 4. Jahrhundert erbaut, und die Grundrisse der Mauern sind bis heute erhalten geblieben. Es gilt als die am besten erhaltene Ruine aus römischer Zeit in der ganzen Nordostschweiz.

Das Kastell diente einst der Kontrolle der Strasse, die von den Bündner Pässen über das heutige Rapperswil nach Winterthur und weiter an den Rhein führte. Zudem findet man noch Spuren eines älteren römischen Gutshofs, einer «villa rustica». Dieser stand auf dem Hügel, bevor das Kastell gebaut wurde.

Das Kastell ist vom Bahnhof Pfäffikon in zirka 15 Minuten zu Fuss erreichbar und liegt am Wanderweg rund um den Pfäffikersee. Ein Abstecher dorthin lässt sich somit gut mit einem Ausflug an den See verbinden.

Einen weiteren Vorteil bietet das Kastell gegenüber einer Reise nach Rom. In der italienischen Hauptstadt werden am Wochenende Temperaturen bis zu 38 Grad erwartet, in Pfäffikon «nur» gut 32 Grad.

Schloss Uster statt Schlösser der Loire

Man sieht eine Burganlage.
Am Sonntag kann man das Schloss Uster besichtigen.

Es thront als weitum sichtbares Wahrzeichen über der Stadt: das Schloss Uster.

Eine erste Burg wurde auf dem Hügel vermutlich um das Jahr 1000 durch Werner von Winterthur auf St. Galler Klosterbesitz erbaut. Im 13. Jahrhundert wird sie erstmals auf einer Urkunde erwähnt.

Die Anlage wurde im Lauf der Zeit mehrmals umgestaltet. Die ältesten Teile des noch heute sichtbaren Wohnturms reichen in die Zeit um 1200 zurück.

1916 erwarb Fabrikant Jakob Heusser-Staub das Schloss und liess es renovieren. Ein Jahr später schenkte er es der Stadt Uster.

Am Sonntag kann das Schloss zwischen 14 und 17 Uhr besichtigt werden – eine Anmeldung ist nicht nötig. Und mit dem Blick auf Uster und den Greifensee fühlt man sich ebenso gut wie im Loire-Tal in Frankreich.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns