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«Die Kirche muss heute mehr bieten als Gottesdienste»

Ein neuer Park, das sei Dienst am Menschen, findet Monika Di Benedetto. Deshalb ist sie stolz auf den Kirchenpark.

Kirchenpflegepräsidentin Monika Di Benedetto ist stolz auf den neuen Kirchenpark.

Foto: Bettina Schnider

«Die Kirche muss heute mehr bieten als Gottesdienste»

Kirchenpflegepräsidentin über neuen Park

Die Reformierte Kirche Turbenthal-Wila hat einen Park gebaut. Das kommt nicht überall gut an. Trotzdem sei das richtig, findet Kirchenpflegepräsidentin Monika Di Benedetto.

Frau Di Benedetto, im neuen Kirchenpark hat es ein Bistro, einen Spielplatz mit Wasserstelle und bald noch eine Feuerschale. Ist ein solcher Park Aufgabe der Kirche?

Monika Di Benedetto: Ja, das ist er. Denn zu den Aufgaben der Kirche gehört die Diakonie, also der Dienst am Menschen. In Turbenthal gab es bisher keinen vergleichbaren Treffpunkt. Auch ein öffentlicher Kinderspielplatz fehlte. Jetzt kann die Bevölkerung davon profitieren.

Der Kirchenpark ist nun seit etwas mehr als einer Woche offen. Welche Rückmeldungen haben Sie erhalten?

Die Leute sind begeistert, anders kann man es nicht ausdrücken. Ich habe mir letzthin Zeit genommen, um kurz im Park vorbeizuschauen. Und es hat mich gefreut, so viele Mütter und Väter zu sehen, die hier mit ihren Kindern spielen.

Gab es auch Kritik?

Die gibt es immer. Natürlich haben sich auch Leute skeptisch geäussert und hinterfragt, warum die Kirche einen Park baut. Aber das bietet uns die Möglichkeit, unseren Standpunkt darzulegen.

Es scheint, als wäre der Spielplatz im Zentrum. Wollen Sie mit dem Kirchenpark vor allem junge Familien ansprechen?

Auf keinen Fall. Der Kirchenpark ist ein generationenübergreifendes Projekt. Hier sollen sich Leute begegnen, Jung und Alt. So gibt es zum Beispiel eine Pergola mit zwei Sitzbänken oder die Arena aus Steinen. Zudem haben wir auch ein kleines Bistro, die Offenbar.

An der Kirchgemeindeversammlung im letzten Sommer war unter anderem Littering ein Thema. Bereitet Ihnen das Bauchschmerzen?

Der Kirchenpark ist noch nicht lange offen, und wir müssen schauen, wie sich das entwickelt. Wir hoffen natürlich, dass die Leute dieser schönen Anlage Sorge tragen. Ich persönlich mache jetzt jeden Abend einen Spaziergang hierher mit meinem Hund. Der muss ja sowieso raus. So kann ich auch zum Rechten schauen, wenn nötig.

Und abgesehen von den Spaziergängen, was bereitet Ihnen persönlich am meisten Freude im Park?

Das ist eine schwierige Frage. Wir haben so lange an diesem Projekt gearbeitet und sind sehr stolz darauf. Ich finde, es passt einfach alles super zusammen. Und ich freue mich über die Begegnungen und Erlebnisse, die der Park ermöglicht.

Zur Person: Monika Di Benedetto ist Präsidentin der Reformierten Kirchenpflege Turbenthal-Wila.

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