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Diese Radrennfahrerinnen waren spannender als Schule

Die Tour de Suisse der Frauen sorgte im Tösstal für Nervenkitzel – und für Freude bei den eingefleischten Radsportfans.

Marlen Reusser, Zweite von rechts, auf der dritten Etappe der Tour de Suisse, die unter anderem vom Sitzberg nach Tablat führte.

Foto: Keystone/Gian Ehrenzeller

Diese Radrennfahrerinnen waren spannender als Schule

Tour de Suisse Women im Tösstal

Am Montagnachmittag hat die dritte Etappe der Tour de Suisse durchs Tösstal geführt. Am Streckenrand standen nicht nur Radsportfans.

Tour de Suisse ist besser als Mathematik oder Englisch: Das zumindest galt am Montagnachmittag für Schülerinnen und Schüler aus den Schulhäusern Neubrunn und Schmidrüti.

Sie hatten sich beim Gasthaus zum Freihof versammelt, um die Fahrerinnen an der Tour de Suisse zu unterstützen. Doch zuerst herrschte noch Ruhe vor dem Sturm.

Das Getränk, das von einem Sponsor verteilt wurde, sorgte immerhin für etwas Abkühlung, während Motorräder und Polizeiautos den Weg für die Athletinnen frei machten.

«Noch sieben Minuten», tönte es aus einem Lautsprecher. Die Fahrerinnen waren zu diesem Zeitpunkt noch beim Aufstieg auf den Sitzberg. Die Schweizerin Elise Chabbey passierte dort als Erste die Linie und holte damit zwölf Punkte für das Bergpreisklassement.

Ton warnt vor enger Kurve

Dann ging es bergab, hinunter nach Wila. Und die ersten Fahrerinnen rollten um 15.30 Uhr am «Freihof» vorbei. «Hopp Schwiiz, Hopp Schwiiz», riefen einige der Schülerinnen und Schüler und schwenkten ihre Fahnen.

Und schon war ein Pfeifen zu hören, das den Helikopter in der Luft fast übertönte. Da es kurz nach dem Gasthof eine enge Kurve gibt, wurden die Fahrerinnen mit dem Ton gewarnt.

Und wenn die Tour de Suisse im Tösstal ist, komme ich natürlich vorbei.

Max Hunziker

Radsportfan aus Winterthur

Kaum war die Spitzengruppe am «Freihof» vorbei, gab es immer wieder kurze Wartezeiten, bis die nächsten Fahrerinnen Schmidrüti erreichten.

Das schien den Winterthurer Max Hunziker aber nicht zu stören. Er hatte den Aufstieg von Wila mit dem E-Bike hinter sich. «Wenn man etwas älter ist, darf man das auch.» Er ist ein grosser Radsportfan. «Und wenn die Tour de Suisse im Tösstal ist, komme ich natürlich vorbei.»

Morgen steigt die letzte Etappe

Die Spitzengruppe war derweil unterwegs ins Tal und danach weiter in Richtung Fischenthal. Dort gab es den ersten Zwischensprint bei Lenzen. Diesen konnte die Ungarin Blanka Vas, die Siegerin der ersten Etappe, für sich entscheiden.

Sie passierte die Linie kurz vor 16 Uhr, etwa zu dem Zeitpunkt, als die letzte Athletin Schmidrüti durchquerte. Sofort wurden die Schilder für das Rennen entfernt und die Strasse für den Verkehr wieder freigegeben.

Nach Schmidrüti hatten die Fahrerinnen noch 50 Kilometer bis zu ihrem Ziel in Ebnat-Kappel zu bewältigen. Als Erste passierte die Italienerin Eleonora Gasparrini die Ziellinie. Die Schweizerin Marlen Reusser sprintete auf Rang acht und verteidigte damit das gelbe Leadertrikot vor der vierten und letzten Etappe.

Diese führt die Fahrerinnen am Dienstag in einem Rundkurs über Lichtensteig und Wattwil zurück an den Ausgangsort Ebnat-Kappel.

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