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Gesellschaft

Schule Wetzikon setzt neue Lernimpulse

Den Fokus mehr auf die Stärken der Schüler richten? Die Schule Wetzikon will genau das versuchen.

Das Leistungsgefälle in Schulklassen stellt Lehrpersonen vor immer grössere Herausforderungen.

Symbolbild: Seraina Boner

Schule Wetzikon setzt neue Lernimpulse

Lancierung per 2024/2025

Die Schule Wetzikon geht neue Wege in der Zusammenarbeit der Lehrpersonen. Andere Lernformen sollen den Schulbetrieb als Ganzes flexibler machen. Aber noch nicht gleich.

Digitalisierung und Migration prägen unsere Gesellschaft – und damit den Schulbetrieb. Dies schreibt die Stadt Wetzikon in einer Medienmitteilung. Die Grundfertigkeiten der Kinder würden heute viel stärker als früher divergieren.

Das Leistungsgefälle innerhalb der Klassen stelle die Lehrpersonen vor immer grössere Herausforderungen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die klassischen Unterrichtsformen dieser Vielfalt schlicht nicht mehr gerecht würden. Steigende Kosten im Sonderschulbereich und Fachkräftemangel seien die Folgen.

Mehr Raum für persönliche Fähigkeiten

Die Schule Wetzikon reagiert auf die veränderten Realitäten. Im Rahmen ihres Legislaturziels «Die Schule Wetzikon ist inklusiv ausgerichtet» will sie dem Schulbetrieb neue Lernimpulse verleihen. Ab dem Schuljahr 2024/2025 werden verschiedene zusätzliche Lernmodelle eingeführt.

Der Unterricht werde nicht revolutioniert, aber flexibler und variantenreicher gestaltet. Die Lehrpersonen sollen ihre Zusammenarbeit verstärkt auf Synergienutzung ausrichten.

Dadurch würden Ressourcen freigespielt, die für die Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden könnten. Denn das Ziel sei es, die Kinder und Jugendlichen vermehrt bei ihren Stärken und Talenten abzuholen, ihren persönlichen Fähigkeiten mehr Raum zu geben und sie damit individueller zu fordern und zu fördern.

Die Schulführung evaluiere seit letztem Jahr intensiv verschiedene neue Zusammenarbeitsformen und Lernmodelle.

Das Spektrum reiche von selbst organisiertem Lernen über Geometrielektionen im Garten oder den Verzicht auf Prüfungsnoten bis hin zu jahrgangsübergreifenden Projektarbeiten wie dem Aufbau einer Znüni-Firma oder einer Igelstation. Verschiedenste Ansätze – ein Ziel: positive Schulerlebnisse schaffen.

Massnahmen bald definiert

In diesem Herbst werde festgelegt, welche neuen Modelle an welcher Schule eingeführt und getestet würden. In der Folge sammeln Lehrpersonen, Mitarbeitende und Schulkinder Erfahrungen. Die Neuerungen würden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und, wo nötig, angepasst oder wieder verworfen.

In einem kontinuierlichen Prozess öffne sich die Schule Wetzikon auf diese Weise für die Vielfalt der Kinder und Jugendlichen. Das begünstige den Lernerfolg und schaffe Motivation für alle Beteiligten. Schulpflege und Schulleitungen seien überzeugt von der Notwendigkeit und vom Nutzen dieses progressiven Entwicklungsschritts.

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