Die Stiftung Wabe feiert ein besonderes Fest
30-Jahr-Jubiläum
Ein grosses Jubiläumsfest und neue Strategieprojekte, die das Betreuungsangebot weiter verbessern sollen: Auch bei beeinträchtigten Menschen wird mittlerweile mehr auf die Individualität gesetzt.
Das Motto des diesjährigen Wabe-Fäscht lautet «Zeitreise». Im Jahr 1993 wurde das Haupthaus des Behindertenzentrums Wald an der Sanatoriumstrasse eröffnet und sogleich voll belegt. Am kommenden Wochenende will die Stiftung mit ihrem Fest nochmals in die 1990er Jahre abtauchen.
Gemeinsam und individuell
Die Stiftung Wabe stellt Frauen und Männern mit einer kognitiven Beeinträchtigung insgesamt 38 Wohnplätze, 20 geschützte Arbeitsplätze und 30 Tagesstättenplätze zur Verfügung.
Seit 30 Jahren unterstützt die Stiftung beeinträchtigte Menschen durch Betreuung, Integration, ein enges Zusammenleben und vor allem durch Arbeitsmöglichkeiten wie beispielsweise im Gartenunterhalt oder in der Hauswirtschaft.
Der Grundsatz für das feste Wohnen im Behindertenzentrum lautet: «Hier fühle ich mich zu Hause und gestalte mein persönliches Leben möglichst eigenständig.»
Strategie 2021 bis 2026
Im Jahr 2020 hat die Stiftung für die Zukunft wegweisende Strategieprojekte beschlossen, um ihr Betreuungsangebot gezielter verbessern zu können. Vier Projekte sind bereits angelaufen.
Das trifft unter anderem auf das Projekt «Ambulante Betreuung» zu. Ab dem nächsten Jahr wird sich die Stiftung daran beteiligen, beeinträchtigten Menschen in der eigenen Wohnung Betreuung anzubieten.
Dabei soll noch mehr Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse der zu Betreuenden genommen werden. Der Kantonsrat hat das dafür benötigte Selbstbestimmungsgesetz, das am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, in diesem Jahr einstimmig angenommen.
Im Rahmen des Projekts «Weiterbildung für begleitete Personen» ist die Stiftung derzeit dabei, ein Netzwerk mit spezialisierten Betrieben aufzubauen, um jüngeren Beeinträchtigten die Chance zu einer Aus- oder Weiterbildung zu ermöglichen.
Dabei ist bereits die Zusammenarbeit mit der Kunstfabrik Wetzikon und dem «Lindenbaum» Pfäffikon entstanden.
Man kümmert sich
Hinzu kommt das Projekt «Entlastungsgruppe», das beeinträchtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Feierabend um 16.30 Uhr mit einem «Fiirabig-Plausch» längere Betreuung bietet, um die Angehörigen zu entlasten, die länger auf der Arbeit weilen.
Beim Thema «Gesundheit und Bewegung» widmet sich ein Team der Frage, wie viel Süssgetränke und zuckerhaltige Genussmittel, die auch in der Wabe verfügbar sind, konsumiert werden sollen. Hierbei haben die Beeinträchtigten grundsätzlich freie Wahl.
Zugleich würden sich die Begleitpersonen einem präventiven Gesundheitsauftrag verpflichtet fühlen. Deshalb sollen Diskussionen mit allen Beteiligten darüber stattfinden. Es geht um die Frage der höheren Gewichtung: Gesundheit oder Selbstbestimmung?
Das diesjährige Wabe-Fäscht zum 30-Jahr-Jubiläum findet am Samstag, 3. Juni, von 11 bis 17 Uhr in Wald statt. Das Programm mit Ballonfliegen, Hausführungen, Büchsenschiessen, einem Tombola-Wettbewerb, Livemusik und einigen Überraschungen ist über die vier Wabe-Standorte verteilt. Dazu gehören das Haupthaus an der Sanatoriumstrasse 16, das Volkshaus an der Bahnhofstrasse 26, das Gärtnereimagazin an der Bachtelstrasse 32 sowie das Papieratelier an der Bachtelstrasse 10.
