Die «Hochwacht» auf dem Pfannenstiel bleibt vorerst offen
Aussichten für Ausflugsziel
Die Pächter des Restaurants Hochwacht waren ursprünglich nur als Übergangslösung bis 2024 geplant. Noch ist unklar, was danach mit dem beliebten Ausflugsort passiert.
Es ist kurz vor Mittag an einem sonnigen Dienstag. Das Restaurant Hochwacht füllt sich langsam mit Gästen. Vor allem Rentner, aber auch einige jüngere Ausflügler nehmen Platz am Fenster mit Aussicht. Der Boden des Chalet-artigen Raums ist etwas schräg. Es wird klar, warum ein Umbau langsam nötig wäre.
Fast nahtlos hatte das Pächterduo Michal Polak und Zaki Abdullah das Restaurant Hochwacht vor einem Jahr übernommen. Damals hiess es, sie dürften das beliebte Ausflugsziel bis 2024 weiterführen. Danach soll das Restaurant saniert werden.
Denn das altehrwürdige Haus ist etwas in die Jahre gekommen: Es ist mittlerweile 116 Jahre alt. Die Küche ist zwar aus den Nullerjahren, jedoch auch nicht mehr geeignet, um schnell für viele Menschen zu kochen. Der Kanton Zürich, dem die Liegenschaft gehört, entschied schon vor dem Pächterwechsel, dass der beliebte Ausflugsort ein Lifting bekommen soll.
Nun stellt sich die Frage, wie es mit der «Hochwacht» ab 2024 weitergeht. Die lokale Politik möchte einem langen Leerstand entgegenwirken – damit sich nicht wiederholt, was mit der «Schifflände» in Maur passiert ist. Das Ausflugsrestaurant am Greifensee vertröstet seine Gäste schon seit zweieinhalb Jahren. Auch diese Liegenschaft gehört dem Kanton Zürich.
Die Baudirektion des Kantons Zürich möchte zurzeit zur geplanten Sanierung jedoch noch keine Angaben machen, wie Isabelle Rüegg mitteilt. Die Begründung: Ende März ist eine Anfrage der Politik aus den Reihen der FDP, der GLP und der SVP eingegangen. Die Regierung werde sich im Rahmen der Beantwortung dieser Anfrage dazu äussern.
Michal Polak weiss also noch nicht, bis wann er und sein Geschäftspartner Zaki Abdullah auf der «Hochwacht» wirten dürfen. «Der Umbau kann auch erst 2028 über die Bühne gehen», sagt Polak und wirkt gelassen. Er nimmt es, wie es kommt, und plant, den Vertrag mit dem Kanton Zürich ab 2024 jährlich zu verlängern.
Ich weiss nicht, ob es sich um eine Teil- oder eine Komplettsanierung handelt.
Michal Polak, Pächter des Restaurants Hochwacht
Das Bauprojekt sei noch nicht ausgearbeitet. «Ich weiss nicht, ob es sich um eine Teil- oder eine Komplettsanierung handelt», sagt der Pächter. Sicher sei jedoch, dass eine neue Küche eingebaut werden müsse.
Eine Baracke als Übergangslösung
Polak kann sich gut vorstellen, während der Sanierung ein Provisorium in einer kleinen Baracke zu betreiben. «Diese Übergangslösung würde in kleinerem Rahmen organisiert werden», sagt der Pächter. Es sei aber sicher besser, als gar keine Verpflegung am beliebten Ausflugsort anbieten zu können.
Rentieren muss es natürlich schon.
Michal Polak, Pächter des Restaurants Hochwacht
Gerne wollen die beiden Pächter auch nach der Sanierung das Restaurant weiterbetreiben. Sie nehmen jedoch an, dass die Pachtpreise steigen werden. «Rentieren muss es natürlich schon», sagt Polak.