Stiftung Wagerenhof übergibt historische Unterlagen
An Stadtarchiv Uster
Die Stiftung Wagerenhof will ihre eigene Geschichte und jene ihrer Bewohnerinnen und Bewohner für die Nachwelt bewahren. Aus diesem Grund übergibt sie ihre historischen Unterlagen dem Stadtarchiv Uster.
Seit 120 Jahren verbinde den Wagerenhof und die Stadt Uster ein vertrauensvolles Miteinander. Die Geschäftsleitung der Stiftung Wagerenhof habe deshalb entschieden, die historisch wertvollen Unterlagen zur Institution künftig dem Stadtarchiv als Schenkung zu übergeben, teilt die Stadt Uster mit.
Im Namen der Geschäftsleitung des Wagerenhofs hat Birgit van Haltern, Bereichsleitung Finanzen und Controlling, am Mittwoch, 5. April, die ersten Archivalien an Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) übergeben. Diese werden – wie alle später folgenden Ablieferungen – nach Ablauf der 80-jährigen Schutzfrist der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Gegenseitiges Vertrauen
Die Stiftung Wagerenhof bewahrt ihre Unterlagen bei sich in einem geeigneten Lagerraum auf. Um darin regelmässig ausreichend Platz zu schaffen und gleichzeitig die historischen Dokumente für die Nachwelt zu erhalten, werden künftig die jeweils ältesten Unterlagen ins Stadtarchiv Uster überführt. «Die Stadt Uster freut sich über das Vertrauen und die Schenkung dieses wertvollen Privatarchivs», wird Franziska Sidler, Leiterin des Stadtarchivs, zitiert.
Es zeige die Geschichte dieser für Uster wichtigen Institution, die Entwicklung des Quartiers – und wie sich die Fürsorge in den letzten 100 Jahren verändert habe. Ausserdem dokumentiere das Privatarchiv, wie eng die Geschichte der ehemaligen Pflegeanstalt mit der Stadt Uster verbunden sei.
Leichte Standortwahl
Der Wagerenhof wurde 1901 als «Zürcherische Pflegeanstalt für geistesschwache, bildungsunfähige Kinder» gegründet. Das Rännenfeld wurde damals als Standort ausgewählt, weil Uster als aufstrebender Bezirkshauptort galt, was auch seiner Eisenbahnstation zu verdanken war.
Zudem stand auch die Bevölkerung der Pflegeanstalt offen gegenüber, was die Wahl des Standorts erleichterte. Heute leben auf dem Areal des Wagerenhofs 250 Personen mit unterschiedlich schweren Beeinträchtigungen.
