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Jetzt soll ein Verein das Schlossguet-Problem lösen

Das Tauziehen ums Schlossguet geht in die nächste Runde. Jetzt muss es ein Förderverein richten.

Wie geht es mit dem Schlossguet weiter? Ein Förderverein soll nun ein Projekt entwickeln.

Archivfoto: Rolf Hug

Jetzt soll ein Verein das Schlossguet-Problem lösen

Klappt es endlich?

Das Tauziehen ums Schlossguet geht in die nächste Runde. Um eine breit abgestützte Lösung zu erarbeiten, setzt die Gemeinde auf einen Förderverein.

Seit Jahren ringt Turbenthal um die Zukunft des Schlossguets. Wie will man die alte, denkmalgeschützte Schlossscheune nutzen? Es ist ein Legislaturziel des Gemeinderats, diese Frage zu klären und ein Projekt auszuarbeiten.

Dieses soll aber nicht nur aus der Feder der Exekutive stammen. «Wir wollen, dass ein neues Projekt möglichst breit abgestützt ist», sagt die zuständige Gemeinderätin Katharina Fenner (FDP). Aus diesem Grund wird ein Förderverein ins Leben gerufen.

Für das Schlossguet ist es an der Zeit, eine neue Nutzung zu haben.

Daniel Schneiter

Gründungsmitglied Förderverein Schlossguet

«Darin können sich Turbenthalerinnen und Turbenthaler beteiligen, die gerne ihre Ideen zum Schlossguet einbringen wollen.» Geleitet wird der Verein vom Turbenthaler Daniel Schneiter, der Geschäftsführer eines Ingenieurbüros mit 24 Angestellten ist. Er hat beim Gemeinderat die Idee des Fördervereins eingebracht.

Runder Tisch

Schneiter sitzt ausserdem in der Sekundarschulfplege. «Er übernimmt diese Aufgabe im Förderverein aber als engagierter Bürger», betont Fenner.

Die Themen Bauten, Energie und Herausforderungen haben es Schneiter angetan. «Für das Schlossguet ist es an der Zeit, eine neue Nutzung zu haben», sagt er. Er möchte, dass das zu entwickelnde Projekt fürs Schlossguet einen hohen Nutzen und eine breite Abstützung hat.

Den Förderverein betrachtet Schneiter als runden Tisch, an welchem Ideen zusammengetragen, diskutiert und entwickelt werden. «An diesem möchte ich zu einem erfolgreichen Projekt beitragen.»

Alt Gemeindepräsident intervenierte

Gemeinderätin Fenner hofft, dass dank des Vereins eine mehrheitsfähige Lösung für das Schlossguet erarbeitet werden kann.

Denn ein letztes Projekt scheiterte 2020 ganz knapp an der Gemeindeversammlung – mit 112 zu 106 stimmen. Damals war geplant, unter anderem die Bibliothek im Schlossguet unterzubringen. Die Stimmberechtigten lehnten bereits den Projektierungskredit ab.

Das Brisante: Kurz vor der Versammlung hatte der damalige Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) in Eigenregie vor massiven Steuererhöhungen wegen der misslichen Finanzlage der Gemeinde gewarnt.

Das sorgte für Misstöne im Gemeinderat. Auch wenn nicht messbar ist, welchen Einfluss Brunners Äusserungen auf die Schlussguet-Abstimmung hatten, warf Fenner ihrem Parteikollegen unkollegiales Verhalten vor.

Grosses Interesse erwartet

Jetzt soll es in einem nächsten Anlauf funktionieren. Auch die Finanzlage von Turbenthal entspannt sich merklich, wie Gemeindepräsident René Gubler (FDP) an der Gemeindeversammlung im Dezember 2022 bestätigte.

Fenner ist überzeugt, dass das Interesse am Förderverein gross sein wird. «Ich werde immer wieder auf das Schlossguet angesprochen», sagt sie. «Es ist eine grosse Neugier da, wie es mit dem Gebäude weitergeht.»

«Es soll über alle möglichen Nutzungen diskutiert werden.»

Katharina Fenner (FDP)

Gemeinderätin von Turbenthal

Von dem geht auch Daniel Schneiter aus. Er erwartet, dass sich diverse Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Interessengruppen beteiligen werden. Zudem hofft er auf die Unterstützung von 15 bis 30 weiteren Personen.

Kein Zeitdruck, aber Legislaturziel

Der Fächer wird dabei nochmals weit geöffnet. «Es soll über alle möglichen Nutzungen diskutiert werden», betont Fenner. Und auch Daniel Schneiter ergänzt, dass es für konkrete Vorstellungen noch zu früh ist. «Einige Wunschvorstellungen für eine Nutzung habe ich aber bereits vernommen.»

Obwohl es einen Förderverein gibt, der Lead für das Projekt bleibt bei der Gemeinde. Einen strikten Zeitplan gibt es laut der Gemeinderätin aber nicht.

«Wir wollen in der Anfangsphase nicht konstruktive und kreative Diskussionen mit Zeitdruck verhindern», betont sie. Trotzdem hält der Gemeinderat am Legislaturziel fest: Bis 2026 soll ein Projekt stehen.

Mitmachen

Wollen Sie Teil und/oder Mitglied dieses Fördervereins sein? Interessierte können sich bis am 31. März bei Daniel Schneiter daniel.schneiter@bgv.ch, Katharina Fenner katharina.fenner@turbenthal.ch oder bei der Gemeindeverwaltung Turbenthal info@turbenthal.ch melden.

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