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Zwei Kandidatinnen kämpfen um einen Synodensitz für Turbenthal

Den freien Sitz der Katholischen Kirche Turbenthal in der Synode wollen gleich zwei Kandidatinnen für sich beanspruchen.

Catarina Fehlmann (links) und Rita Kobler möchten beide die katholische Kirchgemeinde Turbenthal in der Synode vertreten.

Foto: PD/Katholische Kirche im Kanton Zürich

Zwei Kandidatinnen kämpfen um einen Synodensitz für Turbenthal

Erneuerungswahlen

Im März finden im katholischen Kirchenparlament Erneuerungswahlen statt. Den Sitz der Katholischen Kirche Turbenthal wollen gleich zwei Kandidatinnen für sich beanspruchen.

Zu viele Kandidierende sind bei Wahlen für kirchliche Ämter längst kein ­übliches Bild mehr. Anders bei der Katholischen Kirchgemeinde Turbenthal, zu der Katholi­kinnen und Katholiken der Gemeinden Turbenthal, Wila und Wildberg gehören.

Einige Ämter scheinen da weiterhin beliebt zu sein, wie die ­Erneuerungswahl der Synodenmitglieder zeigt. Für die Amtsdauer 2023 bis 2027 hat die Kirchgemeinde einen Sitz im kirchlichen Parlament des Kantons zu besetzen. Auf die öffentliche Ausschreibung gingen zwei Wahlvorschläge ein. Das Amt übernehmen möchten Catarina Fehlmann aus Schalchen und Rita Kobler aus Turbenthal.

Wegen der Kampfwahl kommt es nicht wie sonst üblich zu einer stillen Wahl, sondern zu einem Entscheid an der Urne. Diesen fällen die Kirchenmitglieder vor­aussichtlich am 12. März.

Stellen Sie sich kurz vor.

  • Catarina Fehlmann: Gebürtig stamme ich aus Angola, im Jahr 1999 sind meine Mutter, meine beiden Brüder und ich in die Schweiz gezogen und haben in Zollikon ein neues Zuhause und eine Heimat gefunden. Im März 2020 bin ich nach Wildberg/Schalchen gezogen und habe im Juli 2021 katholisch geheiratet. Seit dem Sommer 2022 bin ich ein Mitglied der Kirchenpflege und bin sehr dankbar, zu unserer Kirchgemeinde dazugehören zu dürfen.
  • Rita Kobler: Ich bin kaufmännische Angestellte, verheiratet und Mutter einer erwachsenen Tochter. Christlich leben und handeln begleitet mich seit meiner Kindheit und aktiven Tätigkeiten im Blauring als Jugendliche. Von 2000 bis 2020 engagierte ich mich in Katholischen Kirchgemeinden, hier in Turbenthal und in Nachbargemeinden. Erst in verschiedenen Arbeitsgruppen, später als ausgebildete Katechetin.

Wieso wollen Sie sich in der ­Katholischen Synode engagieren?

  • Catarina Fehlmann: Felix Caduff hat mich angefragt, ob ich seine Nachfolgerin werden möchte. Anfangs wusste ich nicht, ob ich die geeignete Person bin für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Aber nach einem Besuch in der Synode wurde mir klar, dass ich als Kirchenpflegerin und als Lektorin sowohl das administrative als auch das innerkirchliche Verständnis mitnehme, um mich dort einzusetzen. Aus diesem Grund möchte ich ­gerne unsere Kirchgemeinde bei der Synode vertreten.
  • Rita Kobler: Meine gemachten Erfahrungen aus meinen engagierten Tätigkeiten motivierten mich, für die Synode zu kandidieren. Mein Wissen und meine Erfahrung in der Synode bei Entscheidungsfindungen einzubringen und mitzuwirken, christliches Leben und Handeln zu stärken, sodass sich die Kirche weiterentwickelt. Durch meine 30-jährige Tochter weiss ich sehr gut, wie sich die junge Generation eine zeitgemässe und offene Kirche vorstellt. Dazu möchte ich meinen persönlichen Beitrag leisten.

Wohin soll sich die Katholische Kirche entwickeln?

  • Catarina Fehlmann: Die Synode ist das kirchliche Parlament der kantonalen Körperschaft. Sie verantwortet im Wesentlichen die finan­ziellen Rahmenbedingungen für die Entfaltung des kirchlichen Lebens. Zu entscheiden, wohin sich die Katholische Kirche entwickeln soll, liegt nicht in der Macht der Synode; doch bringt sie Anreize und Inputs ein, dabei mitzugestalten. Natürlich gibt es Modernisierungsbedarf. Dabei im Dialog mitzuwirken, würde mich sehr freuen.
  • Rita Kobler: Papst Franziskus wünscht eine synodale Kirche, er will, dass die Menschen miteinander kommunizieren und aufeinander hören. Dieser Gedanke motiviert, dass wir uns weiterhin einsetzen, auf die Frauenweihe hinzuarbeiten, und somit die Gleichstellung von Mann und Frau in allen Ämtern und Aufgaben der Katholischen Kirche bestehen würden. Junge Menschen würden sich wieder angesprochen fühlen und eher wieder einfinden, aktiv dabei zu sein.

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