Die Pfäffiker Palme-Stiftung wächst weiter
Bauprojekt neben Bahnhof
Mit einem Neubau will die Stiftung zur Palme in Pfäffikon einen Schritt in die Zukunft machen. Bis 2026 soll das Projekt umgesetzt sein.
Die Stiftung zur Palme bietet in Pfäffikon rund 100 betreute Wohnplätze für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Mit dem Bauprojekt «Palme futura» werden es dank eines Neubaus eine Handvoll mehr. Ebenfalls ist im Rahmen des Projektes ein neuer Park, neue Ateliers für Tagesstätten-Plätze und ein Umbau der bestehenden Wohngebäude aus den Jahren 1900 und 1980 geplant.
Diese Pläne betreffen den Hauptstandort der Stiftung direkt neben dem Bahnhof Pfäffikon. «Wir hoffen, 2026 die sanierten und neu gebauten Gebäude beziehen dürfen», sagt Geschäftsführer Andreas Zumbühl.
Umzug ins ehemalige Altersheim
Bis es soweit ist, kommen einige Rochaden auf die Personen zu, die dort wohnen oder arbeiten. Denn: «Der Betrieb muss während allen Phasen der Baurealisierung gewährleistet werden und darf höchstens minimale Einschränkungen erfahren.»
Für die aktuell 30 Bewohnenden bedeutet dies erst einmal ein Umzug. Als Provisorium dient das ehemalige Alterszentrum Waldfrieden im Pfäffiker Berg-Quartier, das vom Herbst 2023 bis zum Bezug 2026 ihr Zuhause sein wird.
Diese Zwischenstation bedeutet für die Stiftung auch einen zusätzlichen finanziellen Aufwand, denn jenes steht seit einigen Jahren leer und muss zuerst für die neuen Bewohnenden wieder eingerichtet werden. Die Kosten für das ganze Projekt lägen in einem «tiefen, zweistelligen Millionenbereich». Ein Spendenprojekt, um die Kosten zu decken, sei bereits geplant.
Palmino als Eingangstor zur Anlage
Neben den Bewohnenden muss auch der Verkaufsladen Palmino umziehen, der heute im Haus aus dem Jahr 1980 untergebracht ist. Er findet im Neubau Platz, zwischenzeitlich wird er in das heutige Wirtschaftsgebäude verlegt.
«Das Palmino mit seinen Bioprodukten soll das Eingangstor zur Stiftung bilden und die Funktion eines Empfanges übernehmen», sagt Zumbühl. Auch soll es im neuen Laden eine kleine Bistro-Ecke geben, wo man sich verabreden kann.
In den bestehenden Gebäuden werden neue Tagesstätten-Plätze eingerichtet, die tendenziell für ältere Bewohnende gedacht sind. Im fünfstöckigen Neubau – für den ein bestehendes Gebäude weichen muss – werden 24 Wohnplätze in drei Obergeschossen realisiert, im Dachgeschoss entstehen fünf Studios für Bewohnende die mehr Selbständigkeit anstreben. In den sanierten Häusern entstehen 18 Wohnplätze in vier Wohngruppen und zwei Studios. Mit dem Projekt wird der gesamten Wohnraum der Stiftung Palme in Pfäffikon aufgewertet und um fünf Plätze erweitert.
Das Wirtschaftsgebäude mit dem Restaurant Palmeria am östlichen Teil des Areals bleibt von den baulichen Massnahmen unberührt. Lediglich auf dem Dach des Gebäudes wird eine grossflächige Photovoltaikanlage installiert. Auch das «Palme Haus» und der Zwischentrakt, welcher dieses mit dem Haus aus dem Jahr 1900 verbindet, bleiben von den Massnahmen weitgehend unangetastet.
Zwei neue Pärke
Durch eine teilweise Auflösung und Verschiebung der heutigen Parkplätze für die Angestellten entsteht zwischen dem Neubau und dem Palme-Haus zudem ein Park für die Bewohnenden. Aber auch für die Öffentlichkeit soll es mehr Grünfläche geben. Vor dem neuen Palmino entsteht ein Platz der die drei Teilbereiche Laden, Restaurant und Wohnbereich verbinden und neue Begegnungen ermöglichen soll.
Noch muss das Projekt «Palme futura» allerdings den Weg durch die Behörden hinter sich bringen – das Baugesuch inklusive privatem Gestaltungsplan wurde letzte Woche eingereicht