Baumer Heizzentrale kann gebaut werden
Rekurs ist beigelegt
Der Wärmeverbund Bauma darf die Heizzentrale beim Kindergarten Altlandenberg bauen – aber in angepasster Form.
Beim Kindergarten Altlandenberg will die Wärmeverbund Bauma AG eine Heizzentrale errichten. Doch gegen das Vorhaben regte sich Widerstand. Ein Anwohner, der anonym bleiben möchte, hat gegen die Baubewilligung Rekurs eingelegt.
Nun ist das Verfahren allerdings vom Tisch, wie der Rekurrent und die Wärmeverbund Bauma AG in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben.
Streitpunkt Zufahrtsweg
Am 12. Dezember hat eine Begehung mit dem Baurekursgericht stattgefunden. Ein umstrittener Punkt in der Baubewilligung war der Abstand der Heizzentrale zum Weg beim Kindergarten.
Die Baubehörde argumentierte, dass es sich dabei um eine grundstücksinterne Zufahrt handle, bei dem der Wegabstand nicht eingehalten werden müsste.
Das Gericht sah dies jedoch anders. Der Zufahrtsweg sei öffentlich. Damit müsse der geplante Bau den Mindestabstand von 3,5 Metern einhalten.
In der Folge hat die Wärmeverbund Bauma AG das Bauprojekt angepasst, damit die Heizzentrale den vorgeschriebenen Abstand zum Erschliessungsweg einhält. So wird der Weg teilweise verschoben und auch die Heizzentrale selbst wird weniger breit als ursprünglich geplant.
Rekurs zurückgezogen
Die Konformität des Baus mit der Zone für öffentliche Bauten oder die Staub-, Geruchs- und Lärmemissionen bemängelte das Gericht hingegen nicht.
«Da der fehlende Abstand der einzige bestätigte Mangel des Bauprojekts ist, dürften mit dieser Projektänderung die rechtlichen Mittel zur Standortfrage der Heizzentrale erschöpft sein», schreibt der Rekurrent.
Den nun gewählten Standort der Heizzentrale betrachtet die Nachbarschaft jedoch weiterhin als einen massiven Eingriff.
Rekurrent
Deshalb habe er seinen Rekurs zurückgezogen, «im Sinne der pragmatischen Lösungsfindung». Ebenso will der Rekurrent eine verzögerte Inbetriebnahme des sanierten Hallenbads vermeiden. Diese ist auf kommenden Februar geplant. Auch das «Halli» soll dereinst nämlich Wärme von der Heizzentrale beziehen.
Baustart im März
«Den nun gewählten Standort der Heizzentrale betrachtet die Nachbarschaft jedoch weiterhin als einen massiven Eingriff», schreibt der Rekurrent weiter. Dieser sei für den idyllischen Tösswanderweg und die Schulanlage, neben denen die Heizzentrale zu stehen kommt, ein Schandfleck.
Ich hoffe, dass wir im Verlauf des nächsten Monats starten können.
Rudolf Rüegg (parteilos)
Gemeinderat und Verwaltungsratspräsident
Rudolf Rüegg (parteilos), Gemeinderat von Bauma und Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds, stört dies weniger. Er ist froh, dass der Bau bald starten kann: «Wir warten noch auf die Baufreigabe.»
Das angepasste Projekt liegt nun beim Kanton zur Bewilligung. «Ich hoffe, dass wir im Verlauf des nächsten Monats starten können», sagt Rüegg.
