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Aufwendige Hunde-Rettung in Fischenthal –mit Happy-end

Mary Helbling scheute keinen Aufwand, um ihre vermisste Hündin wieder zu finden.

Sophie liess sich bei ihrer Rettung problemlos in einen Rucksack packen.

Foto: PD

Aufwendige Hunde-Rettung in Fischenthal –mit Happy-end

Das wird teuer

Ganz schön viel Aufwand für einen Hund, werden wohl manche sagen. Aber für Mary Helbling stellt sich die Frage gar nicht. Sie hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt für ihren Vierbeiner. Mit Erfolg. Ein kleiner Nachgeschmack bleibt dennoch.

Bettina Schnider

Vergangene Woche ging Mary Helbling am Montagabend wie üblich mit ihren zwei Hunden in Fischenthal spazieren. «Es gab Eisregen, die Strasse war sehr glitschig», erinnert sie sich.

Auf einmal sei etwa auf Höhe der Firma Näf CNC Mechnaik auf der Wasserfelsstrasse ein Fuchs vor ihr und den Hunden durchgerannt. «Die Hunde rissen an der Leine, ich fiel auf dem Eis um und weg waren sie.»

Nach etwa einer Stunde sei dann ihr älterer Hund wieder zurückgekehrt. Aber von ihrem Mischling Sophie fehlte noch immer jede Spur. «Ich habe sofort Kollegen aufgeboten, um mir bei der Suche im Gebiet zu helfen.» Ohne Erfolg.

In diesem Gebiet ist Sophie ausgebüxt – und wieder gefunden worden.

«Ich machte mir grosse Sorgen, da Sophie ja mit der Leine weggelaufen ist.» Deshalb ging Helbling davon aus, dass sich die Hündin irgendwo verheddert hatte und sich nicht mehr befreien konnte. «Das Gebiet, in dem sie entlaufen ist, ist steil, felsig und schwer zugänglich.»

Rettung im Dunkeln

Nach zwei Tagen engagierte Helbling den auf Hunde-Suche spezialisierten Verein «Pettrailer Schweiz». Dieser startete die Suche mit einer Drohne und einem Hundeteam.

«Am Donnerstag haben sie Sophie dann mit einer Drohne und Wärmebildkamera gefunden», erzählt Helbling. Ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen. «Sie hing mit ihrer Leine bei einem Felsvorsprung fest.»

Sofort boten die Helfer die Feuerwehr Fischenthal auf. «Zuerst wollte ich die Bergung auf den nächsten Morgen bei Tageslicht verschieben», sagt Kommandant Jakob Ackermann. «Aber wenn ein Hund drei Tage vermisst wird, sind viele Emotionen im Spiel.»

Deshalb bot er zusätzliche Feuerwehrleute auf, die bei der Bergung in der Dunkelheit halfen. Insgesamt war ein elfköpfiges Team im Einsatz.

Erschöpft, aber wohlauf

Die Feuerwehrangehörigen machten sich mit Klettermontur auf den Weg zu Sophie. Diese liess sich dann von ihren Rettern auch anstandslos in einen Rucksack packen.

Video Pettrailer Schweiz/ Schnitt: Paulo Pereira

«Die Freude und Dankbarkeit war sehr gross, als Sophie wieder bei ihrer Besitzerin war», sagt Ackermann. «Es ist immer schön, wenn wir als Feuerwehr auch in solchen Situationen helfen können.»

Sophie sei nach ihrer Rettung sehr erschöpft gewesen. «Aber sonst wohlauf», erzählt die Besitzerin. Zur Sicherheit wurde die Hündin aber zum Tierarzt gebracht.

«Das wird teuer»

Das Spezielle: Sophie war ganz in der Nähe des Ortes gefunden worden, an dem sie auch weggelaufen war. «Wir haben ganz in der Nähe gesucht, sie hat aber nicht gebellt», sagt Helbling.

Vermutlich wollte sich die Hündin so vor Wildtieren schützen. «Sie war ja in einer sehr misslichen Lage.»

Man sieht einen Hund im Körbchen, mit einer Decke.
Sophie musste sich nach drei Tagen an der Kälte zuerst etwas erholen und aufwärmen.

Sophie hat sich gemäss ihrer Besitzerin wieder vom Schock erholt. «Es geht ihr gut, sie musste einfach wieder etwas ‹auftauen›.»

Helbling hat für die Suche keine Kosten und Mühen gescheut. «Das wird teuer», weiss sie. Doch das Wohl ihrer Hündin war ihr der Aufwand Wert.

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