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Aus dem Kollbrunner «Frohsinn» wird Bäckerei und Metzgerei

Die Familie Jucker will das Restaurant Frohsinn selber nutzen – und hat grosse Pläne.

Im «Frohsinn» in Kollbrunn kann man wohl bald Brot, Fleisch und weitere Produkte einkaufen.

Foto: Eva Kurz

Aus dem Kollbrunner «Frohsinn» wird Bäckerei und Metzgerei

Familie Jucker hat grosse Pläne

Kein neuer Pächter wird das Restaurant Frohsinn in Kollbrunn übernehmen. Die Eigentümer haben andere Pläne. Doch etwas Gastronomie soll bestehen bleiben.

Bettina Schnider

Seit bald einem Jahr steht der «Frohsinn» in Kollbrunn leer. Die ehemaligen Pächter, Peter Lüthi und Sanja Sirovina,  haben ihren Restaurantbetrieb Ende Februar eingestellt.  «Das ganze Umfeld, es hat einfach nicht mehr gepasst», begründet Lüthi damals seinen Entscheid.

Jetzt ist klar: Lüthi und Sirovina waren die letzten, die im «Frohsinn» einen klassischen Gastrobetrieb führten. Denn die Eigentümer haben neue Pläne.

«Wir wollen den ‹Frohsinn› selber nutzen», sagt Mirco Jucker. Er ist der Sohn von Hansruedi Jucker, der zusammen mit Bruder Peter die familieneigene Metzgerei gleich neben dem Lokal betreibt.

Gespräche mit Bäckerei laufen

Der Familie gehört das traditionsreiche Lokal nur wenige Schritte vom Bahnhof Kollbrunn. Ein eigenes Restaurant werden die Juckers im «Frohsinn» aber nicht mehr betreiben.

Stattdessen wollen die Metzgerei-Betreiber die Fläche für einen Umbau ihres Ladenlokals nutzen. «Wir werden die Wand zwischen Restaurant und Metzgerei durchbrechen, damit wir mehr Platz haben», sagt Hansruedi Jucker.

Eine Bäckerei gibt es im Dorf derzeit nicht.

Hansruedi Jucker

Inhaber Metzgerei Jucker

Konkret könnte sich die Verkaufsfläche rund vervierfachen. Im neuen Lokal werden die Juckers aber vermutlich nicht alleine wirtschaften. «Wir führen bereits intensive Gespräche mit einer Bäckerei», erläutert Hansruedi Jucker.

Er ist überzeugt, dass diese für Kollbrunn eine wichtige Aufwertung bietet. «Eine Bäckerei gibt es im Dorf derzeit nicht.»

24 Stunden einkaufen

Ebenso ist auf der vergrösserten Verkaufsfläche ein kleines Bistro geplant. Die Gastronomie wird aus dem «Frohsinn» damit nicht ganz verschwinden.

In der heutigen Metzgerei wollen die Juckers einen 24-Stunden-Shop betreiben. «Dort können wir Dinge wie Früchte, Gemüse, Molkereiprodukte oder abgepacktes Fleisch verkaufen», stellt Jucker sich vor.

Das Projekt ist nicht ganz einfach, wir müssen relativ viele Auflagen erfüllen.

Hansruedi Jucker

Tagsüber wird auch dieser Teil bedient sein. «In der Nacht und am Wochenende ist es ein Selbstbedienungsladen», plant der Metzgerei-Inhaber.

Administrative Hürden

Hansruedi Jucker freut sich sehr, das Projekt bald in die Tat umzusetzen. «Das ist eine tolle Sache», findet er. Den Entscheid, den «Frohsinn» selber zu nutzen, sei der richtige gewesen. «Es ist so schwierig, einen neuen Wirt zu suchen, da machen wir lieber selber etwas.»

Die Baueingabe soll noch diesen Monat erfolgen. «Das Projekt ist nicht ganz einfach, wir müssen relativ viele Auflagen erfüllen», gibt Jucker zu bedenken. Trotzdem ist er guten Mutes, dass der Umbau möglich sein wird.

Bereits im Herbst sollen die Bauarbeiten auf der Seite des ehemaligen Restaurants im leerstehenden Lokal beginnen. Und Mirco Jucker verrät bereits: «Das Ziel ist, dass wir um Ostern 2024 den neuen Laden eröffnen.»

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