Zehn Künstler aus der Region zeigen ihre Bilder an der «Photo Schweiz»
Werkschau für Fotografie
An der «Photo Schweiz» in Oerlikon präsentieren auch Fotografinnen und Fotografen aus der Region ihr Schaffen. Von Baby-Fotos bis zur analogen Performance ist alles dabei.
Von Freitag bis Dienstag findet die «Photo Schweiz» in der Halle 550 in Oerlikon statt. Sie gilt als die grösste und wichtigste Werkschau für Fotografie in der Schweiz.
Über 200 Schweizer Fotografinnen und Fotografen zeigen ihre Arbeiten. Mit dabei sind auch Kunstschaffende aus der Region.
Cedric Cugini, Dübendorf
Der 19-jährige Dübendorfer Cedric Cugini besuchte im Alter von 14 Jahren seinen ersten Fotokurs. Er mag besonders die Varianten bei der sogenannten Lightpainting Fotografie. «Das richtige Verhältnis zwischen Licht und Dunkelheit stellt dabei eine besondere Herausforderung dar», schreibt er zu seinen Werken.
Michael Eggenberger, Turbenthal

Der Turbenthaler Michael Eggenberger zeigt an der «Photo Schweiz» einen Querschnitt seiner Arbeiten im Bereich der Detailfotografie. Auf dem gezeigten Foto sieht man, wie ein Zimmermann mit einem Zugmesser die Seite eines Bretts bearbeitet.
Rainer Egle, Russikon

Rainer Egle aus Russikon hat für das Projekt «mit Flügel» gelernt, wie man Insekten präpariert. Diese werden dann mit fünffacher Vergrösserung fotografiert. «Da die Schärfentiefe nur ein Bruchteil eines Millimeters beträgt, werden viele Aufnahmen übereinander gemacht, und dann zu einem Bild zusammengerechnet», erklärt Egle. So kommen je nach Insekt zwischen 4000 und 30'000 Einzel-Aufnahmen zusammen.
Martin Ehrismann, Steg

Martin Ehrismann aus Steg arbeitet seit mehreren Jahren als Servicetechniker im Landwirtschaftssektor. Als Ausgleich zu Beruf und Familienleben entdeckte er vor einigen Jahren die Fotografie. An der Ausstellung zeigt er Fotos unter dem Titel «A cloudy day in Trondheim». Im Sommer bereiste Ehrismann mit seiner Familie Norwegen. Beim Schlendern durch Trondheim habe er einen Kanal gesäumt von bunten Häusern entdeckt. Von der Spiegelung im Kanal und der Farbe der Häuser fasziniert, entstand die Fotoserie.
Klaus Hoffmann, Wetzikon

Unscheinbares sichtbar machen, das versucht der Wetziker Fotograf Klaus Hoffmann. «Die Serie entstand dieses Jahr im botanischen Garten in Grüningen, der Herbstnebel liess die Sonne durch und die Feuchtigkeit auf den Blättern verflüchtigte sich langsam», schreibt er in seinem Arbeitsbeschrieb. Dazu benutzt er auch ein Makroobjektiv aus den 1980er-Jahren.
Robert Kälin, Wetzikon

Der Wetziker Robert Kälin hat seinen Arbeitsweg zwischen Wetzikon und Pfäffikon (SZ) als Thema für seine Fotos genommen. «Die vorliegenden Bilder wollen den Betrachtenden das Flüchtige jedes visuellen Eindrucks, zum Beispiel durch die Bewegung des Fotografen oder des Objekts, in Unschärfe und Totale vermitteln», schreibt er dazu.
Michaela Kopp, Ebmatingen

Michaela Kopp hat die Leidenschaft fürs Fotografieren bereits im Jugendalter entdeckt. Heute führt sie ein eigenes Fotostudio. An der «Photo Schweiz» will sie die einzigartige Kunst der Newborn-Fotografie zeigen. «Neugeborene fotografieren heisst nicht nur schlafende Babys wie Puppen zu drapieren», schreibt sie. In erster Linie sei es die Kunst, aus jeder Situation das Beste herauszuholen und mit jeder Herausforderung zu wachsen.
Peter Michels, Rüti
Peter Michels will seine Fotos nur an der «Photo Schweiz» zeigen. «Diese Arbeit ist eine Performance» schreibt er.
Eine Fotografie sei ein Lichtbild, lasse man die Kamera weg, sei es immer noch ein Lichtbild. «Meine Bilder sind echte Lichtbilder und können und sollen nicht digitalisiert werden.»
Nenad Rodic, Uster

Momente in Bildern festzuhalten sei eine Kunst, findet Nenad Rodic aus Uster. Dafür sind nebst einem guten Auge auch Geduld und Kreativität erfordert. Letztere entstehe nur durch einen, wie Rodic sagt, positiven Flow. «Wenn dieser Flow da ist, sind die Möglichkeiten, einzigartige Momente festzuhalten, unbegrenzt.»
Silvia Trüssel, Tagelswangen

Silvia Trüssel, Pfarrerin und Fotografin, bereist seit 15 Jahren den afrikanischen Kontinent. In die Tierwelt des südlichen Afrikas einzutauchen, tue ihr gut, sagt sie. «Da sind pulsierendes Leben, entspannende und herzerfreuende Momente. Es ist Seelenbalsam in einer Zeit von Unsicherheit und Zerwürfnis.» (bes)
