Musik Schärz verschwindet
Das Musikhaus Schärz in Uster schliesst nach dem Ableben des Besitzers für immer seine Türen. Das Ende schafft Klarheit, hinterlässt aber eine grosse Lücke.
Dass Traditionshäuser verschwinden, mag in Zeiten der fortschreitenden Individualisierung und Digitalisierung keine Seltenheit mehr sein. Schade ist es allemal. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich: Der Verlust von Gewohnheiten, Qualität und Zwischenmenschlichkeit schmerzt.
Zum Ende dieses Jahres hat dieses Schicksal Uster ereilt. Mit dem Musikhaus Schärz verabschiedet sich eine Institution, die 51 Jahre lang nicht nur das musikalische und damit kulturelle Leben in der drittgrössten Stadt des Kantons, sondern auch in der ganzen Region mitgeprägt hatte.
Das Lokal war zwar nicht das letzte Musikgeschäft auf Platz. Dennoch hinterlässt es eine beträchtliche Lücke. «Das ist ein grosser Verlust für eine so grosse Stadt wie Uster», ordnet Ekkehard Sassenhausen, Schulleiter der Musikschule Uster Greifensee ein.

