Im Januar 2015 machte Köbi Sturzenegger eine Krise durch. «Ich hatte kurz zuvor meinen Hof in Seelmatten an meine Tochter und den Schwiegersohn weitergegeben», erinnert er sich. Im neuen Zuhause in Neubrunn blieb ihm nur die Leere.
Kurz darauf besuchte er einen Vortrag beim Braunviehzuchtverband. «Dort erfuhr ich. dass eine gemeinnützige Stiftung einen Klauenschneider sucht, der Bauern in Siebenbürgen in Rumänien ausbildet», sagt Sturzenegger. Sofort wusste der ehemalige Landwirt, dass das etwas für ihn ist.
Im Alter von 17 Jahren hatte er nämlich während der landwirtschaftlichen Lehre die Ausbildung als Klauenpfleger absolviert und über die Jahre viel Erfahrung gesammelt. «Bitzeli etwas weiss ich also schon.»
Schokolade und Shampoo sorgen für Tränen
Nur wenige Wochen nach dem Vortrag sass Sturzenegger zum ersten Mal im Flugzeug nach Rumänien. Er hatte keine Ahnung, was ihn erwartet. «Mir hat man nur gesagt, dass die Region sehr arm ist.»

