Zeller Chortheater träumt den «Sommernachtstraum» weiter
Es war im Februar 2020. Kurz bevor die Corona-Pandemie die Schweiz zum Stillstand brachte, spielte das Zeller Chortheater William Shakespeares Stück «Sommernachtstraum» viermal in Rikon.
Im Juni desselben Jahres hätten dann weitere Aufführungen stattfinden sollen. Doch Corona machte dem Chortheater einen Strich durch die Rechnung. Nun nimmt das Zeller Chortheater einen zweiten Anlauf. Im November finden nochmals vier Vorstellungen im Engelburgsaal in Rikon statt.
In der Zwangspause war das Theater allerdings nicht untätig. «Es ist eine andere Inszenierung als noch 2020», verrät Chorleiterin Charlotte Joss. Zwar sei das Stück gleichgeblieben, doch die Besetzung habe sich verändert.
«Vor allem im Zeller Kinderchor, der ebenfalls mitsingt, sind viele neue Kinder dabei», erklärt sie. Und auch einige Hauptrollen im Zeller Chortheater seien neu besetzt worden.
Eine volle Bühne
Anfänglich war Joss nicht sicher, ob sie den Sommernachtstraum überhaupt nochmals aufführen wolle. «Es waren Mitglieder des Chors, die mich überzeugt haben», sagt sie.
Nach einem langen Unterbruch hat das Ensemble letztes Jahr wieder mit den Proben begonnen. Fast 50 Personen werden beim Sommernachtstraum in diesem Jahr insgesamt auf der Bühne stehen: 26 Erwachsene und 23 Kinder.
«Wir haben beim Proben bewusst wieder bei null angefangen», erinnert sich Joss. Zuerst habe sie den Text eingeführt, dann die Musik. «Es hat jetzt einen ganz anderen Groove als noch 2020», findet die Chorleiterin.
Versform wie Shakespeare
Der Sommernachtstraum, oder «A Midsummer night’s dream», ist eine Komödie. Geschrieben wurde sie vom englischen Dramatiker William Shakespeare und 1598 in London uraufgeführt.
Das Stück begleitete Charlotte Joss schon seit langem. «Als ich 21 Jahre alt war, habe ich bei einer Inszenierung mitgemacht», erinnert sie sich.
«Es tönt immer noch wie Shakespeare, einfach auf Schweizerdeutsch.»
Charlotte Joss, Leiterin Zeller Chortheater
Jahre später hat sie das alte Theaterstück in eine schweizerdeutsche Fassung umgeschrieben. Ihr Sohn Kilian Deissler komponierte die Musik.
«Es tönt immer noch wie Shakespeare, einfach auf Schweizerdeutsch», sagt die Musikerin und Schauspielerin. Die Versform habe sie, wenn möglich, beibehalten.
Joss freut sich, dass ihr Herzensprojekt nun nochmals aufgeführt wird. «Das Stück kann sich auch in der neuen Besetzung sehen lassen.»
Im November finden nochmals vier Aufführungen vom Sommernachtstraum im Engelburgsaal in Rikon statt:
Samstag, 5. November, 19 Uhr
Sonntag, 6. November, 15 Uhr
Samstag, 12. November, 19 Uhr
Sonntag, 13. November, 15 Uhr
Tickets und mehr Informationen unter: https://www.zellerchortheater.ch/ (bes)
