Er ist Alpinist und Schriftsteller – letzteres sogar mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer-Jugendbuch- sowie Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis: Emil Zopfi. Das bewegte Leben des heute 79-jährigen Oberländers war stets steinig.
Seine dunklen Augen sind wach und aufmerksam, hin und wieder blicken sie nachdenklich unter den buschigen Augenbrauen hervor. Zopfi wirkt entspannt und heiter, obwohl einige seiner Erlebnisse auch bitter waren. Es scheint, dass es die Mischung aus Bergsteigen und Schreiben ist, durch die man besonders gut altert.
Wilde Kindheit
1943 kam Zopfi in Gibswil, einer Hinwiler Aussenwacht und damals noch kein Bauerndorf, zur Welt. Zwar gab es einige Bauern, doch das Dorf wuchs rund um die dortige Baumwollspinnerei. Seine Eltern, Fabrikarbeiter, arbeiteten Schicht – für Kinderbetreuung fehlte ihnen die Zeit. So erlebte Zopfi eine wilde Kindheit

