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Bertschiker «Kunstdorf» präsentiert eine neue Ausstellung

Zum dritten Mal findet während den kommenden zwei Wochenenden im «Amapoli Creative Place» eine Ausstellung mit zehn verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern statt. Ein Teil des Erlöses wird für wohltätige Zwecke gespendet.

Zum dritten Mal findet im «Kunstdorf» in Bertschikon eine Ausstellung mit 10 Künstlerinnen und Künstlern statt.

Bild: Luca Da Rugna

Bertschiker «Kunstdorf» präsentiert eine neue Ausstellung

Die Betreiberin vom Atelierdorf «Amapoli Creative Place» in Bertschikon, Patricia Ellen Ouboter, hat es mit mehreren Sponsoren zum dritten Mal geschafft, eine grosse Kunstausstellung auf dem ehemaligen Schreinereiareal an der Usterstrasse 13 und 17 zu lancieren.

Zehn in ihrer Kunstrichtung variierende Künstlerinnen und Künstler präsentieren während zwei Wochenenden Schmuck, Aquarellbilder, Acrylbilder, Holzskulpturen oder Skulpturen aus Findlingen sowie Skulpturen aus Ton, Bronze oder Stein. Die Wood-Room-Bar und Lounge bieten Kunstinteressierten und Künstlern währenddessen die Möglichkeit zum lockeren Austausch.

Näher geht’s nicht

Im Vergleich zu meist auf Hochglanz polierten Museen, können Besucherinnen und Besucher im Amapoli Creative Place durch unterschiedliche Räume schlendern und Kunst hautnahe erleben. Dabei werden ihnen die Kunstschaffenden, von denen sieben aus Bertschikon stammen, jeweils gerne für Fragen zur Verfügung stehen – auch für Beratungsgespräche, da alle Kunstobjekte vor Ort zu erwerben sind. Im Kurzbeschrieb stellt der Züricher Oberländer ein paar Protagonisten vor.

Über Treppen und Hintertüren

Den Start des Vernissage-Rundgangs machen die beiden Damen Patricia Ouboter und Trudy Ouboter. Letztere ist die Mutter und noch immer hochaktiv. Die beiden haben für die diesjährige Ausstellung vorwiegend Stillleben oder Gemälde, bei denen die Weiblichkeit wiedergespiegelt wird, kreiert. Ergänzt werden die Räumlichkeiten von Skulpturen diverser Art – aus Stein oder anderen Materialien.

Nur ein paar Treppenstufen den Gebäudekomplex hinauf, präsentiert Walter Sutter in Bertschikon zum ersten Mal seine Arbeiten. «Ich zeichne bevorzugt Personen abstrakt und ohne genaue Gesichtszüge auf Acrylbilder.» Er fokussiert sich auf Menschen und spielt gerne mit den Gegensätzen von Licht und Schatten.

Einen Raum weiter erleben die Besucher etwas Rustikalität. Ivo Herrsche zeigt in einem komplett weissen Raum seine Holzskulpturen, von denen jede einzelne durch den räumlichen Kontrast ihre eigene Wirkung erzielt.

Und wieder haben es Frauen den Frauen angetan. Zusammen auf einer Etage sind Werke von Sandra Kreis und Katharina Jörimann fusioniert. Erstere formt seit 20 Jahren mit Ton und Bronze Skulpturen. Etwas erinnern ihre Werke von der Form her an den «Schutzengel» von Niki de Saint Phalle, der im Zürcher Hauptbahnhof hängt. Jörimann malt derweil lieber und rückt Frauengesichter in den Vordergrund.

Für Kurt P. Walter hat das «Atelierdorf» einen ganz besonderen Wert. In längst vergangenen Zeiten führte dort bereits sein Vater seine Schreinerei und später er selbst. Nach seiner Pensionierung ist Walter wieder zu seinem einstigen Hobby gestossen. Seine Skulpturen bestehen einzig und allein aus Holz und Steinen, die er selbst findet und in ihrer natürlichen Form belässt. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass Giacometti bei seinem Schaffen durchaus als Vorbild dient.

Von den männlichen Kunstschaffenden ist er mit fast 90 Jahren der älteste, während er immer noch vor Energie sprudelt – die Rede ist von Hans Haferl. «Ich male schon seit meiner Kindheit und weiss, dass mich die Kunst jung hält.» Er liebt Birkenbäume und Landschaften allgemein. Seine lange Erfahrung widerspiegelt sich in seinen Aquarellbildern, die bei Ortskundigen Betrachtern einen Wiedererkennungswert bieten.

Last but not least ist in einem Dachgeschoss der Schmuck von Paola Ciot präsentiert. Nebst «herkömmlichen» Schmuck aus Edelsteinen oder Edelmetallen, stechen ihre aus Geweihen gefertigten Ketten und Ringe ins Auge. Ciot ist mit ihrem Atelier dauerhaft im «Atelierdorf» angesiedelt. Ihre Kunst ist speziell bei der weiblichen Klientel gefragt.

Vom 2. bis 4. September und 9. bis 11. September findet an der Usterstrasse 13 und 17 in Bertschikon (Gossau) die Amapoli Kunstausstellung statt.Genauere nformationen zur Ausstellung, den Kunstschaffenden und den Sponsoren finden Sie unter www.amapoli.ch.

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