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Sportzentrum Dürnten auf der Zielgeraden

Für zirka 19 Millionen Franken entsteht derzeit auf dem Rothaus-Areal in Dürnten ein Riesenprojekt für Sportschüler und Hobbysportler. Ende August soll die schweizweit modernste Tennishalle mit integrierter Sportschule stehen.

Ende August soll das neue Sportzentrum nach Plan eröffnet werden. Bauherr Werner Künzi kann es kaum erwarten., Mathias Müller, Walter Künzi und Claude Keller (von Links) peilen eine Eröffnung pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahrs an.

Foto: Roger Hofstetter

Sportzentrum Dürnten auf der Zielgeraden

Die Gemeinde Dürnten ist bald um eine Grossattraktion reicher – und dies, ohne dass die Gemeinde dafür das Gemeindebudget hätte belasten müssen. Der bald 80-jährige Bauherr Walter Künzi aus Rüti strahlt und sprudelt vor Energie über, wenn es um seinen Prachtbau geht, der Ende August fertiggestellt sein soll.

Die Rede ist vom neuen Sportzentrum mit einer 2’600 Quadratmetern grossen Tennishalle à vier Spielfeldern und integrierter Sportschule an der Bubikonerstrasse 43, das Künzi aus eigener Tasche finanziert. Lediglich der Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) unterstützte ihn mit 580’000 Franken.

Hinzu kommen eine Tiefgarage mit 72 Plätzen, eine Indoor-Golfanlage mit Putting Green und zwei bis vier Simulatoren, ein Restaurant mit 120 Plätzen sowie Bewegungs- und Therapieräume

Sportcenter in Dürnten geplant

02.04.2017

15 Millionen-Projekt

Walter Künzi will auf dem Dürntner Rothaus-Areal ein Sportzentrum für 15 Millionen Franken errich Beitrag in Merkliste speichern «In Dürnten steht bald die schweizweit modernste Tennishalle», ist sich Künzi sicher, der einst bereits den Bau des Swiss Golf Bubikon in die Wege leitete und zurzeit täglich dreimal pro Tag seine Baustelle besucht. «Es geht in einem hohen Tempo voran», sagt Künzi.

Erst im Mai 2021 wurde mit dem Abriss der alten Tennishalle begonnen, die seit 1979 auf dem Areal ihren Platz hatte.

Lange geplantes «Megaprojekt»

Die Geschichte um den bald fertiggestellten Bau geht viele Jahre zurück. 1988 kaufte Walter Künzi das Grundstück, um einen weiteren Industriestandort auf dem Rothaus-Areal zu verhindern.

Erst viele Jahre später, im Jahr 2013, kamen zwei Lehrer auf Künzi zu und erläuterten ihm ihre Idee für eine neue Sportschule auf dem Areal. Es waren die beiden Sportpädagogen Claude Keller und Mathias Müller.

Die heutigen Pächter des neuen Sportzentrums werden künftig mit ihrem Team die Schüler der Sportschule Bubikon unterrichten. «Mich hatte die Idee sofort gepackt und schon bald daraufhin erarbeiteten wir gemeinsam ein Konzept, wie das Gesamtprojekt aussehen könnte, das nun schon bald verwirklicht ist», erklärt Künzi.

Zustimmung – trotz Gegenwind bei zwei Geschäften

14.09.2017

Gemeindeversammlung Dürnten

Grünes Licht für den Neubau einer Tennishalle am bisherigen Standort im Gebiet Rothaus in Dürnten href=”/flag/flag/np8_favorites/2586553?destination=batch&token=clkAw_MS0-p1uBxCcrhywyUL2f_sm98vvWKwLuL93O4″ title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-2586553 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Vier Jahre später genehmigte das Dürntner Stimmvolk den Bau an einer Gemeindeversammlung. Hierfür musste im Vorfeld extra ein neuer Gestaltungsplan geschaffen werden, der auch die Grundstücke der Landi Bachtel, der Polysport AG und des Bauunternehmens Blemo AG beinhaltete.

Modernste Technik

Walter Künzi gerät vor allem dann ins Schwärmen, wenn es um den technischen Aspekt des Sportzentrums geht. «Wir haben zehn Erdsonden und bis jetzt 15 Kilometer an Kabeln verlegt». Durch die 160 Quadratmeter grossen Solarpanels auf dem Dach der Halle sei es zudem möglich, den Energiebedarf im Vergleich zur alten Halle massiv zu senken.

«Die Reduktion beträgt zirka 85 Prozent, was zu einer Nebenkostensenkung von rund 25’000 Franken im Vergleich zu früheren Verhältnissen führt», sagt Künzi. Dank der modernen Technik sei das Sportzentrum energietechnisch nun beinahe autark.

«Die Reduktion beträgt zirka 85 Prozent, was zu einer Nebenkostensenkung von rund 25’000 Franken im Vergleich zu früheren Verhältnissen führt.»
Walter Künzi, Bauherr

Was die Tennishalle betrifft, so ist diese schon drei Monate vor der geplanten Eröffnung mit dem bestmöglichen Lüftungssystem ausgestattet, sodass die Halle mit einem Knopfdruck bei Bedarf kurz durchgelüftet werden kann.

Durch die Regulierung ist es künftig ohne grossen Energieverbrauch zudem möglich, die Halle konstant auf 20 Grad zu kühlen, selbst wenn draussen über 30 Grad herrschen.

Die vier Tennisfelder, die es bei Doppelpartien maximal 16 Spielern erlaubt, ihre Bälle über das Netz zu schlagen, werden in den kommenden Wochen mit dem blauen, knieschonenden Spezialbelag überzogen, der auch seit Jahren bei den US-Open und der Masters Series der Profis verwendet wird.

«Schon bald soll hier die Schweizer Nachwuchselite spielen und sich auf internationale Wettkämpfe vorbereiten», sagt Claude Keller. Der Spielbelag Laykold ist der erste seiner Art in der Schweiz.             

Regionale Eliteschule

«Wer im Sportzentrum bald zur Schule geht, hat es selbst in der Hand, ein Sportstipendium in den USA zu kriegen», sagt Mathias Müller von der Sportschule Bubikon, der sich auf den baldigen Umzug nach Dürnten freut. Er ist eine von derzeit sieben und künftig neun Lehrpersonen, die hier den Sportnachwuchs fördern wollen.

«Zurzeit haben wir 45 Schüler und werden mit einer zusätzlichen 6. Klasse und einem 10. Schuljahr (Athletenjahr) im nächsten Jahr rund 75 Schüler unterrichten.» Bis zu einem Drittel der Schüler, die im neuen Sportzentrum unterkommen werden, sind Tennisspieler.

«Wir wollen eine Kaderschmiede sein, die für junge Talente die beste Grundlage bietet, um in die sportliche Elite aufzusteigen, ohne dabei die Ausbildung zu vernachlässigen.»
Mathias Müller, Sportpädagoge 

Um als moderne Sportschule agieren zu können, verfügt das Sportzentrum in Dürnten über zwei Stockwerke mit je zwei Lehrerzimmern, drei Schulzimmern und extra Räumen für Kurse, Besprechungen, Massagen und Physiotherapie. «Wir wollen eine Kaderschmiede sein, die für junge Talente die beste Grundlage bietet, um in die sportliche Elite aufzusteigen, ohne dabei die Ausbildung zu vernachlässigen», sagt Müller.

Im normalen Schulsystem sei es für Jugendliche fast unmöglich einen Weg einzuschlagen, wie es ihnen eine Sportschule erlaube. «Hier können sie sich entfalten und die möglichen Grenzen im Leistungssport ausloten.» Die Schüler werden in Dürnten neben dem Schulunterricht ein bis zweimal pro Tag trainieren.

Einige Gemeinden übernehmen für qualifizierte Leistungssportler die Kosten der Sportschule Dürnten. Wo dies nicht so ist, müssen die Eltern das Schulgeld bezahlen.

«Mit dem Gedanken an diese Tatsache haben wir im letzten Jahr eine Stiftung gegründet, um grossen Talenten, deren Eltern nicht über genügend finanzielle Möglichkeiten verfügen, dennoch einen Platz bei uns zu anzubieten.»

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