Zwei Tage ist es her, seit die Schlüssel übergeben wurden, jetzt wird in die Hände gespuckt. Von aussen wirkt die altehrwürdige Hochwacht zwar, als liege sie noch im Winterschlaf, im Lokal herrscht an diesem Morgen aber emsiges Treiben.
Materialien und Dokumente sind auf den Tischen ausgebreitet, Bier-, Wein- und Materiallieferanten geben sich die Klinke in die Hand. Dementsprechend sind der neue Geschäftsführer Michal Polak, Küchenchef Zaki Abdullah und der Chef de Service Ricardo Bernardino gefordert.
Die drei sind quasi als Schicksalsgemeinschaft zusammengekommen, um den Betrieb auf der Hochwacht weiterzuführen und die daran hängenden 15 Arbeitsplätze zu retten. Nach einer einmonatigen Pause werden sie das Traditionslokal am 1. Februar wieder öffnen.
Die Initiative des Küchenchefs
Dass es praktisch nahtlos weitergeht, ist nicht selbstverständlich. Nachdem der langjährige Wirt Fredi Jost seinen Pachtvertrag nach 22 Jahren per Ende 2021 gekündigt und der Kanton als Besitzer die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung der 115-jährigen Liegenschaft erkannt hatte, war die unmittelbare Zukunft in der Schwebe gelegen.

