Das Gras der Wiese ist noch feucht. Die dicken, schweren, grauen Nebelschwaden haben sich verzogen, als die Sonnenstrahlen an diesem Herbstmorgen die Wipfel des Rütiwalds berühren. Unter den Sohlen knirschen die Kieselsteine des Waldwegs und in der Ferne ist unüberhörbar das Kreischen einer Motorsäge zu hören, die sich wohl gerade in das Holz eines Baumes frisst. Da taucht auf dem Weg plötzlich ein breites Absperrbanner auf, das ein Weitergehen an dieser Stelle verhindert: «Holzschlag» ist in grossen schwarzen Lettern zu lesen. Fussgänger, Autos oder Reiter dürfen nicht weiter.
In besagtem Wald sind an dieser Stelle Forstunternehmer Christian Muggler und sein Team mit schwerem Gerät im Einsatz. Ihr Ziel? Den einst künstlich bepflanzten Fichtenwald in einen naturnahen Föhren-Birkenbruchwald umzuwandeln und damit der Artenvielfalt ihren Raum zu schaffen.
Föhren-Birkenbruchwald als Ziel
Dabei sei Wald ist nicht gleich Wald, wie Staatsförster Viktor Erzinger erklärt. So ist der Rütiwald, ein beliebter Ausflugsort und ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet der Region. Er befindet sich im Besitz des Kantons und ist in mehrere Waldtypen unterteilt.

