Idewe – wer sich in Wetzikon umhört und auskennt, der weiss wofür die Abkürzung steht: für das Areal der ehemaligen Nähseiden- und Strumpffabrik der J. Dürsteler & Co. AG. Fährt man mit dem Zug von Zürich gen Wetzikon und richtet den Blick aus dem Fenster, kann man linker Hand das imposante, alte Industrie-Areal erspähen.
Der früher zu einem Gasofen gehörende Hochkamin aus dunkelrotem Backstein ist unverkennbar aus der Ferne zu sehen. Nun wechselt das in etwa 12‘000 m2 grosse Landstück an der Zürcherstrasse den Besitzer.
Alles beginnt mit einer Interpellation
Noch im August wollte die Gemeinderätin Bigi Obrist (AW) mit einer Interpellation wissen, ob denn der Wetziker Stadtrat bereit sei, das Areal zu erstehen. So befinde sich das Gebiet an einer Schlüsselstelle im städtischen Gefüge von Medikon, sei historisch gewachsen und ein Ort mit hohem Identitätspotential. Nur, zum Zeitpunkt der Begründung der Interpellation in der Sitzung des Gemeindeparlaments vom 6. September hatte Obrist von den Besitzern des Idewe-Areals erfahren, dass der Verkauf praktisch abgeschlossen sei. Ein Verkauf, der vollends privat und nicht öffentlich abgewickelt wurde.

