«Ich bin nicht gegen Flüchtlinge», stellt Hanspeter Jacober gleich von Anfang an klar. Im Gegenteil, er stehe hinter dem demokratischen Entscheid, dass die Gemeinde das Wohnwerk als Flüchtlings- und Notunterkunft in Rüti gebaut habe. Auch über die veranschlagten Gesamtkosten rege er sich nicht auf.
Doch etwas stört den SVPler und Alt-Gemeinderat von Rüti: «Ich wünsche mir eine Entschuldigung und Richtigstellung, für das Stimmvolk. Denn aus meiner Sicht wurden vor drei Jahren bei der Abstimmung über den Bau den Wählerinnen und Wählern falsche Angaben über die mögliche Belegung und die damit verbundenen Kosteneinsparungen gemacht.»
Ein Ja an der Urne
2018 sagten die Stimmbürger mit 53,3 Prozent knapp Ja zum 2,8-Millionen-Franken-Kredit, um die Unterkunft für 52 Personen zu bauen, die auch für Notunterbringungen durch das Sozialamt genutzt werden kann. Nötig wurde der Bau, weil der Gemeinde ab Ende 2020 diverse langjährige Mietobjekte, wie beispielsweise die Liegenschaft Tobel, nicht mehr zur Verfügung standen und 46 Unterbringungsplätze verloren gingen.

