Viel positives Feedback für Coop Pronto im «Schweizerhof»
Es herrscht ein reges Treiben und Wuseln an diesem Mittwochmorgen kurz vor 10 Uhr im neu eröffneten Coop Pronto im einstigen «Schweizerhof» Wetzikon. Schülerinnen und Schüler der Berufsschule decken sich in der Pause mit dem Nötigsten ein.
Jürg Aeppli, Geschäftsführer der Filiale, bewegt sich geschäftig durch den Laden. Er kümmert sich darum, dass das Angebot an frischen Sandwiches und warmem Essen aufgefüllt wird. «Um Viertel nach 11 Uhr startet der Ansturm der Kantonsschülerinnen und –schüler.»
Guten Start hingelegt
Seit dem 9. September 2021 ist der Coop Pronto Shop im umgebauten und renovierten «Schweizerhof» beheimatet. Nach der Bauabnahme wurden die Regale innert drei Tagen mit Verkaufsware gefüllt und für die Eröffnung vorbereitet.
«Wir sind sehr gut gestartet und haben viel positives Feedback aus der Bevölkerung, von unmittelbaren Nachbarn und Pendlern erhalten», sagt Aeppli. Wichtig sei, dass die Kundinnen und Kunden wissen, dass der Shop sonntags geöffnet sei.
«Wir sind ausserordentlich glücklich, Coop Pronto als Mieterin gewonnen zu haben», sagt Roland Casiraghi, Vertreter der Bauherrin HRB Immobilien AG. Eigentlich habe man die Eröffnung des Convenience-Shops auf den 1. September geplant, doch Lieferengpässe von Baumaterialien sorgten für Verzögerungen.
Hotelstart verzögert sich leicht
Diese sind ebenfalls der Grund, weshalb auch die Umbauarbeiten im von der Familie Nuredini geführten Hotel bislang nicht vollständig abgeschlossen sind und die Eröffnung auf den 1. Oktober verschoben wurde. Noch immer sind Handwerker in den Fluren und Gängen beschäftigt, das laute Geräusch einer Säge lässt einen kaum das eigene Wort verstehen.
Roland Fehr, der zuständige Architekt aus Hinwil, überwacht das Treiben sowie Kommen und Gehen der Arbeiter. An diesem Morgen werden gerade die Betten und Türen geliefert, am nächsten Tag steht bereits die Bauabnahme an. Reservationen für das «Self-Check-In- Hotel », mit neu 18 statt wie bis vor der Renovation nur 15 Zimmern, gibt es bereits.
Bartpflege statt Smartphone-Reparatur
Eine weitere Baustelle gibt es noch in dem über 100 Jahre alten Riegelhaus am Bahnhof. Auf einem Teil der einstigen Intermezzo-Bar und im Bereich des ehemaligen L-Stop-Empfangs wird eine Fläche von 37,5 Quadratmetern für ein neues Verkaufsgeschäft frei.
«Bärte und Bartpflege liegen absolut im Trend.»
Roland Casiraghi, Vertreter der Bauherrin HRB Immobilien AG
Eigentlich habe er ja einen Laden im Bereich von Handyverkauf und –service gewollt, sagt Bauherr Casiraghi. «Wir haben so viele Jugendliche hier, die ein Smartphone haben oder brauchen, das wäre ideal gewesen.»
Einziehen wird jetzt ein Barbershop, der im Dezember seine Türen öffnen will. «Bärte und Bartpflege liegen absolut im Trend», sagt Casiraghi auf die Frage, weshalb er sich gerade für einen Barbershop als neuen Mieter entschieden habe. Allerdings sind die Räumlichkeiten noch alles andere als bezugsbereit. Er blickt auf das alte Mauerwerk und sagt: «Wir müssen erst mal wieder den Statiker kommen lassen.»
Die Fassade des traditionsreichen Gebäudes ist der letzte Punkt, dem sich Casiraghi noch annehmen möchte. Je nach Wetter werde er diese neu streichen, vielleicht noch dieses, wohl aber eher nächstes Jahr im Sommer.
Ende naht
Vor dem Coop ist derweil etwas Ruhe eingekehrt. Und auch vor dem Äss-Bahn-Snack direkt nebenan herrscht noch die Ruhe vor dem Mittagssturm. Der Imbiss war bereits während der Sommerferien kurz umgebaut und auf den neusten Stand gebracht worden. «Wir haben neue Kühlmöbel und neue Lüftungen installiert», erklärt Casiraghi. Wenn dann eine neue Reklame und einheitliche Storen wie bei der Bäckerei Steiner installiert sind, wird auch dieses Projekt fertig sein.
Das soll auch spätestens nächstes Jahr im Sommer für die gesamte Liegenschaft gelten. Rund dreieinhalb Jahre werden dann seit der Schliessung des «Schweizerhofs» vergangen sein.