«Hola» und «Tchau». Es wird Spanisch und Portugiesisch gesprochen in Illnau-Effretikon, wenn bis zum 26. September die alljährlichen Kulturwochen stattfinden. Unter dem Stichwort «Semanas Latinas» lädt die Stadt im Zürcher Oberland zu einer Fülle kultureller Veranstaltungen, die versuchen, Einblicke in verschiedene Lebensweisen zu vermitteln und Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturkreisen zu ermöglichen.
Während Panflötenmusik aus den Lautsprechern im Effretiker Stadthaus schallt, begrüsst Gemeindepräsident Ueli Müller die Anwesenden. Mit einer Vernissage und anschliessendem Apéro im Foyer werden die diesjährigen Kulturwochen eröffnet. Die Gemälde und Holzskulpturen sechs verschiedener Künstlerinnen und Künstler können hier während der nächsten Tage besichtigt werden. Müller hofft, dass es gelingt, während der rund 10 Veranstaltungen Vernetzungen hergestellt werden können. Auch an diesem Abend sind die Einschränkungen aufgrund der Corona-Situation spürbar, der Einlass mit Zertifikat gestaltete sich schwierig.
Begegnung und Austausch im Fokus
Doch während seiner Rede sagt Müller: «Wichtig ist, dass wir uns begegnen können.» Es sei seit jeher immer das Ziel der Kulturwochen, auch Zugezogene für die Anlässe zu motivieren, sie einzubeziehen und generell die über 100 Nationen in der Stadt zusammenzubringen und eine Abkapselung zu verhindern. «Wir können von Migrantinnen und Migranten profitieren und wir wollen ihnen auch zeigen, dass sie bei uns ihre Wurzeln nicht aufgeben müssen.»
Maria José Rensch strahlt derweil, die aus Peru stammende und in Effretikon wohnende Kulturkoordinatorin. Die Freude, dass die Veranstaltungen stattfinden können, steht ihr ins Gesicht geschrieben. Und auch über die peruanischen Häppchen freut sie sich. Der kulinarische Vorgeschmack auf die kommenden zwei Wochen weiss zu gefallen.

