Abo

Gesellschaft

Einziger Privathort in Uster feiert Jubiläum

Vor 20 Jahren wurde der Hort im Lot von vier Müttern von schulpflichtigen Kindern gegründet. Er ist bis heute der einzige private Hort in Uster geblieben.

Meggi Mukusan leitet den Hort Im Lot seit Anfang Sommer. , Rund 30 Kinder gehen hier ein und aus. Pro Tag kann der Hort maximal 22 Kinder aufnehmen. , Der Hort ist in der Siedlung im Lot in einer 5,5-Zimmer-Wohnung untergebracht. , Leiterin Meggi Mukusan hat mit den Kindern sowohl das Aufgaben-....., ....als auch das Spielzimmer neu eingerichtet. , Der Einbezug der Kinder ist für Mukusan sehr wichtig.

Foto: Christian Merz

Einziger Privathort in Uster feiert Jubiläum

Hunderte von Kindern sind in 20 Jahren in der 5,5-Zimmer-Wohnung in der Siedlung «Im Lot» ein- und ausgegangen. Aktuell sind es derzeit rund 30 Kinder, die an verschiedenen Tagen hier im Hort betreut werden.

«Es ist wie eine grosse Familie», sagt Leiterin Meggi Mukusan. «Wir unterstützen uns gegenseitig. Die Kinder haben einen tollen Zusammenhalt entwickelt.» Die 34-Jährige hat vor drei Monaten die Führung des Horts im Lot übernommen, nachdem sie jahrelang in Krippen und Schulhorten in der Stadt Zürich gearbeitet hat.

«In Horten, die Schulen angegliedert sind, werden generell viel mehr Kinder aufgenommen», erzählt sie. «Da herrscht eine ganz andere Dynamik, als in unserem kleinen Privat-Hort, wo es viel persönlicher ist.» Dies werde vor allem von schüchternen oder sensiblen Kindern sehr geschätzt.

Eröffnung im 2001

Der Hort im Lot ist der einzige private Hort in Uster. Es waren vier Mütter, die im Jahr 2000 die Idee eines «eigenen» Horts hatten. Vier Mütter, die regelmässig gegenseitig auf ihre Kinder aufgepasst hatten.

Während einem Jahr haben sie Bedürfnisse abgeklärt, Sponsoren und Spender gesucht, die Wohnung eingerichtet und den Hort auf die Beine gestellt, wie Denise Vögeli erklärt, deren Sohn seit fünf Jahren hier betreut wird.

Wie damals sind auch heute immer noch Eltern involviert – sie bilden den Vorstand des Vereins, der den Hort betreibt. Alle Eltern müssen Vereinsmitglieder sein.

Zusammenarbeit mit der Stadt

Die vier Gründerinnen stellten eine ausgebildete Fachfrau ein, die ihn rund 20 Jahre lang leitete. Diesen Sommer wurde sie pensioniert. Der Hort nimmt Kinder vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse auf und hat von der Stadt Uster subventionierte Plätze.

«Die Zusammenarbeit mit der Stadt war von Anfang an wichtig», erzählt Vögeli. «So hat die Stadt gleich am Anfang angefragt, ob wir auch die Morgenbetreuung für andere Ustermer Schulkinder übernehmen könnten.» Das ist bis heute so geblieben. Von sieben bis acht Uhr werden hier Kinder aus ganz Uster aufgenommen.

Meggi Mukusan hat nach einer Übergabezeit von einem Monat mit der Unterstützung des Teams alles neu strukturiert . Einerseits habe sie organisatorische Abläufe verändert. «Andererseits haben wir die Räume ausgemistet und sie neu gestaltet», erzählt sie. Wichtig sei ihr gewesen, die Kinder in den Prozess mit einzubeziehen.

«Wir haben zusammen neue Möbel, Kissen und Vorhänge gekauft und alles zusammen aufgehängt und aufgebaut.» Kinder können den Hort auch in den Ferien während den üblichen Tagen besuchen – falls dies nötig sein sollte. Dies ist im Preis inbegriffen.

«Es ist sehr praktisch, dass mein Sohn in den Ferienwochen, in denen wir Eltern arbeiten müssen, hierher kommen kann», sagt Vögeli. «So bleibt er in der gewohnten Umgebung.» In den Ferien gibt es jeweils ein Projekt – mal war das Thema Indianer, mal Zirkus.

Frische Küche

Der Hort im Lot hat neben Mukusan noch eine festangestellte Fachfrau Betreuung, einen Praktikanten, eine Köchin und drei Springerinnen. Im Gegensatz zu den Schulhorten wird «Im Lot» täglich frisch gekocht. Seit den Sommerferien gibt es noch zweimal Fleisch pro Woche. «Wir wollen den Kindern eine gesunde und vielseitige Ernährung anbieten », sagt die Hortleiterin.

Auch hier haben die Kinder Mitspracherecht. Die Menüs werden gemeinsam mit ihnen  zusammen gestellt.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.