20 Tage lang wurde der damals 21-jährige Brian im Januar 2017 im Gefängnis Pfäffikon in einer Zelle ohne Matratze untergebracht. Kleider durfte er abgesehen von einem Poncho nicht tragen, weil er damit die Toilette verstopft und die Zelle hätte fluten können.
Das Duschen wurde ihm verweigert. Und eine Zahnbürste durfte er erst nach zehn Tagen nutzen, weil er diese als Waffe hätte einsetzen können. Zu essen erhielt der junge Straftäter, der als « Carlos » bekannt geworden war, ausschliesslich belegte Brote, weil er kein Geschirr haben durfte. Zudem musste er immer Fussfesseln tragen und durfte keine Spaziergänge unternehmen.
Mit all diesen Massnahmen sollte der renitente und gewaltbereite Dauerdelinquent zur Räson gebracht werden. Denn normalerweise sollte die Haft die Insassen verändern. Bei Brian fruchtete das jedoch nicht. Stattdessen hat er das Gefängnis verändert.
Spezielle Sicherheitsabteilung
Der damalige Pfäffiker Gefängnisdirektor verlor nach Bekanntwerden dieser Massnahmen seinen Posten. Mit dem Antritt des neuen Leiters Simon Miethlich im März 2018 fand eine komplette Reorganisation statt. Dazu gehörte insbesondere der Betrieb der seit 2002 bestehenden Sicherheitsabteilung, in der Brian damals während seiner Untersuchungshaft einsass.

