Langsam beginnt sich der Schleier zu lüften, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Paare hat, die sich eigentlich das Ja-Wort geben wollen. Zwar sind die Zahlen noch nicht kantonsweit zusammengetragen, doch eine Nachfrage bei den sieben regionalen Zivilstandskreisen und den kommunalen Einwohnerämtern zeigt, dass das Coronavirus das Heiratsfieber stark gesenkt hat.
Die meisten Ämter haben im 2020 gegenüber den beiden Vorjahren 10 bis 20 Prozent weniger Trauungen verzeichnet. Stark zu spüren bekam die Unlust etwa das Zivilstandsamt Volketswil, das auch für Schwerzenbach und Greifensee zuständig ist. « Im 2020 wurden rund 50 Trauungen verschoben oder abgesagt » , erklärt die Zivilstandsbeamtin Isabelle Gehring. Einige Trauungen wurden gleich mehrfach verschoben – und dann schliesslich abgesagt. So waren es noch 182 Eheschliessungen. In den beiden Vorjahren wurden 221 respektive 233 gezählt.
Masken und keine Gäste
Einen ähnlichen starken Rückgang hat auch Bianca Boos Germann, die Leiterin des Zivilstandsamtes Pfäffikon verzeichnet. « Die Ziviltrauungen werden von uns zwar wie gewohnt gestaltet, also mit festlichem Rahmen. Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich aber deutlich durch das Tragen der Masken und die reduzierte Gästeanzahl. Auch Spaliere waren zeitweise nicht möglich, wegen des Versammlungsverbots im öffentlichen Raum. »

