Robert Stoop, wie ist die Idee zum Spiel Reimraupe entstanden?
Robert Stoop: Bei Gesellschaftsspielen haben wir uns im Familien- und Freundeskreis oft eigene Regeln ausgedacht. Aus so einer selbst erdachten Erweiterung der Spielregeln von Memory ist dann Reimraupe entstanden.
Was war die Schwierigkeit bei der Umsetzung des Spiels?
Beim Testen von Reimraupe in Kindergärten habe ich gemerkt, dass sich für Kleinkinder gewisse Bilder nicht erschliessen. So war die Pfütze für einige einfach nur Wasser. Als ich zum Wasserfleck noch die Andeutung eines Trottoirs zeichnen liess, war es für die Kinder plötzlich ein Trottoir. Deshalb kam ich auf die Idee, unter die Illustration eine Raupe zu zeichnen. Erst wenn die Farbkleckse zweier Raupen übereinstimmen, haben die Spieler das richtige Paar gefunden.
«Für ein verkauftes Spiel verdiene ich bestenfalls zwischen 50 Rappen und einem Franken.»
Wie wird man eigentlich Spieleentwickler?
Indem man selber viel spielt. Ich habe immer schon Brettspiele gespielt – und auch Computerspiele. Mein erstes Spiel habe ich dann 1998 entwickelt. Und wollte gleich damit zum Gesellschaftsspielehersteller Ravensburger rennen. Doch die bremsten meine Euphorie erstmal und empfahlen mir, es bei einem kleineren Anbieter zu versuchen.

