Seit 87 Jahren schon versieht sie ihren Dienst, und nun soll sie dafür gerüstet werden, dass sie noch mindestens weitere 30 Jahre über den Greifensee gleiten kann: die «Heimat». Das eigens für den Greifensee konstruierte Schiff, das von der Ueriker Firma K. Burkhardt gebaut worden war, wurde am 21. Mai 1933 mit einem Volksfest eingewassert.
41‘800 Franken kostete damals das Boot, das bis zu 60 Passagieren Platz bietet. Während der Grossteil der Sitz- und Stehplätze auf dem nur mit einem Dach geschützten Achterdeck liegt, können 20 Personen in der kleinen geschlossenen Kabine im Bug absitzen. Mit Stolz wurde damals vermerkt, dass es schweizweit das einzige Schiff mit dem Namen Heimat sei.
« Historischer Zeuge der Motorisierung »
Das Schiff ist in seinem langen Leben schon von dreieinhalb verschiedenen Dieselmotoren angetrieben worden – «der halbe rührt daher, dass wir bei der letzten Totalrevision 2017 den Motor zu einem guten Teil mit neuen Ersatzteilen aufgerüstet haben», meint Allen Fuchs, der Verwaltungsratspräsident der Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG).
Doch schon bald – wenn alles rund läuft im 2022 – wird es einen hochmodernen Antrieb in seinem Bauch tragen: Als schweizweit erstes Kursschiff soll es einen Elektromotor erhalten. « Wir wollen eine umweltfreundliche und nachhaltige Transportmöglichkeit schaffen, die im Einklang mit dem Naturschutzgebiet Greifensee steht » , betont Fuchs.

