Mühseliges Aufstehen und Vorfreude auf fette Schulkollegen
Am Montagmorgen sehen die Buspassagiere am Bahnhof Uster etwas, das sie seit zehn Wochen nicht mehr an diesem Ort gesehen haben: Kantonsschüler in Fleisch und Blut. Zwei Schülerinnen begrüssen sich an der Haltestelle auf eine Art, die Mr. Corona Daniel Koch wohl ein Lächeln aufs Gesicht zaubern würde – sie berühren sich nur mit den Schuhspitzen. Dann stösst eine dritte dazu, und umarmt eines der Mädchen.
Im Bus, der die nun zahlreich versammelten Gymischüler in die Kanti bringt, setzt sich ein Schüler zu einer Kollegin. «Oh Shit, ich habe zuhause mein Buch verloren», sagt er, «frag mich nicht, wie ich das geschafft habe.» Die Mitschülerin lacht.
Noch mehr Umarmungen
An der Haltestelle «Bildungszentrum» leert sich der Bus, und die Kantonsschüler strömen in Richtung des Bildungszentrums (BZU). Beim Container-Provisorium, dem sogenannten Parkschulcampus, biegen die Erst- und Zweitklässler ab. Sie werden im Gegensatz zu den höheren Stufen in vollständigen Klassen unterrichtet.

