Kesb-Fallzahlen im Kanton sind stabil
Die Anzahl der Massnahmen der Kesb (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) im Kanton Zürich bleibt im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung stabil: 2019 waren 1,1 Prozent der Erwachsenen und 2,7 Prozent der Minderjährigen von einer Schutzmassnahme betroffen.
Die Werte hätten sich somit im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert, teilte die Kesb-Präsidienvereinigung Kanton Zürich am Donnerstag mit.
Zunahme mit Bevölkerungswachstum
Die Erwachsenenschutzmassnahmen haben in absoluten Zahlen parallel zum Bevölkerungswachstum zugenommen, mit regionalen Unterschieden. Die Massnahmen für minderjährige Personen sanken dagegen in weiten Teilen des Kantons, trotz einer Zunahme der Anzahl Kinder und Jugendlichen. Die Zahl der Fremdplatzierungen ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen.
Mehr Fälle in Hinwil und Uster
Die Kesb Hinwil verzeichnet bei den Minderjährigen mit Massnahmen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg. Einen grösseren Sprung nach oben gibt es auch bei der Kesb Uster, wo der Fallbestand von 328 Ende 2018 auf 377 Ende 2019 angestiegen ist.
Bei der Kesb Pfäffikon ist auffallend, dass der Prozentsatz der Minderjährigen mit einer Massnahme im Verhältnis zur Bevölkerung mit 3,5 Prozent hoch ist. Der kantonsweite Durchschnitt liegt hier bei 2,7 Prozent.
Recht konstant sind in der Region – diese umfasst die Kesb Dübendorf, Hinwil, Pfäffikon und Uster – die Fallzahlen dagegen bei den Erwachsenen mit Massnahmen. Auch hier liegt der prozentuale Anteil der Erwachsenen mit Massnahmen im Bezirk Pfäffikon leicht über dem kantonalen Durchschnitt.
