Zügeln kann ungesund sein. In einem regulären Fall dann, wenn das Mobiliar Tresore und Konzertflügel beinhaltet. Doch jetzt wird die Gesundheit der Umzugshelfer zusätzlich von der latenten Gefahr des Coronavirus bedroht.
Am Samstagmorgen in der Trogacherstrasse in Hittnau ist dieser Umstand zu spüren. Vor dem Wohnhaus stehen im Halbkreis acht Personen versammelt. «Das soll so nicht sein», sagt Duran Karagöz, Besitzer des Umzugsunternehmens City Transport GmbH mit Sitz in Wetzikon. Karagöz pocht auf Abstand, und seine fünf Mitarbeiter sowie das junge Pärchen zerstreuen sich.
Sorry wegen geringem Abstand
Die Mitarbeiter nehmen die Empfehlungen des Bundes offenbar sehr ernst. Da wird auch mal ein Umweg in Kauf genommen, um Passanten oder den Auftraggebern auszuweichen. Ein «Sorry» ist von den Mitarbeitern zu hören, wenn sie unabsichtlich eine Person in nahem Abstand kreuzen. Ihre Handschuhe und Hände reinigen sie mit Desinfektionsmittel. Ein Umzugsarbeiter trägt gar eine Maske.
«In einer halben Stunde geht ihm die Puste aus und er nimmt die Maske wieder ab.»
Duran Karagöz, Besitzer City Transport GmbH Wetzikon

