«Die Ustermer sind wieder da», das hören Eberhard Eitel und seine Frau auch von wildfremden Leuten aus Prenzlau. Der 73-Jährige ist das personifizierte Aushängeschild der Städtepartnerschaft zwischen Uster und Prenzlau. Ursprünglich ist er Stuttgarter, aber für die Deutschen ist er Schweizer, zumal er schon 50 Jahre in Uster wohnt.
Am Prenzlauer Neujahrsempfang wurden Eitels «liebevolle verrückten Ideen» in einer Laudatio gewürdigt, wie aus dem «Uckermark Kurier» zu lesen ist. In diese Ideen habe er auch schon viel privates Geld gesteckt.
Über den schnöden Mammon will Eberhard Eitel bei einem Treffen in seiner Ustermer Wohnung allerdings nicht reden. Viel lieber spricht der Rentner über Emotionen. Die Städtepartnerschaft mit Prenzlau sei eine «Herzensangelegenheit».
Bier bis unters Dach
Mit leeren Händen geht Eitel kaum einmal bei seinen jährlich zwei bis drei Besuchen in die Ustermer Partnerstadt, wie er selber sagt. Einmal ist ein Sack Schweizer Schokolade mit im Gepäck, ein anderes Mal übriggebliebene T-Shirts vom Greifenseelauf. Oder Eitel fährt gleich mit dem Privatauto «bis unters Dach gefüllt» mit «Usterbräu» über die Grenze.

