Vom Winde verweht
Nach bestem Wetter am Freitag gab es am Festivalsamstag für das Blues’n’Jazz einen stürmischen Abend. Windböen, starker Regen und Blitze führten dazu, dass das Festival gegen 20 Uhr unterbrochen werden musste. « Dies haben die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Experten aus Sicherheitsgründen so entschieden », erklärte Marc Lindegger vom Organisationskomitee .
Gegen 21.15 Uhr hatte sich das Gewitter verzogen, so dass der Betrieb auf den Bühnen am Fischmarktplatz und Curtiplatz wieder aufgenommen werden konnte. Der sehr exponierte Kapuzinerzipfel wurde nach dem Auftritt von Lokalmatador Mike Sterki geräumt.
Auch die Essens- und Getränkestände entlang der Bühlerallee wurden geschlossen. Der Sturmwind peitschte so stark, dass die Wogen teilweise bis ans Quai hin aufspritzten.
«Bis auf Känzig&Känzig sowie Pascal Geiser konnten alle Konzerte, zum Teil auf anderen Bühnen, stattfinden », stellte Lindegger klar . Allerdings mussten insbesondere die Auftritte auf der Hauptbühne gekürzt werden, da dort jeweils um 23.45 Uhr Schluss sein muss.
Unterbruch von rund einer Stunde
Die Powerfrau Nik West sammelte ab 21.25 Uhr die vom Wind verwehten Besucher wieder vor der Hauptbühne. Die exzentrische Sängerin und Bassistin heizte den Zuhören mit Funkrhythmen gehörig ein. Und Electro Deluxe setzten da zum Abschluss noch einen drauf. Viele Beine auf dem Fischmarktplatz kamen nochmals richtig in Bewegung.
«Wir sind nochmals mit einem blauen Auge davongekommen», meinte Lindegger nach dem Samstagabend. « Nichts passiert, zum Glück, allseits richtig reagiert – und deshalb gehört den lokalen Sicherheitsleuten, allen Stagelight-Technikern, den Künstlern, allen Helferinnen und Helfern und last but not least auch unserem grossartigen Publikum für Professionalität, Vernunft und Verständnis ein herzliches Dankeschön. »
Viele Leute am Freitag, wenige am Samstag
Allein, der angekündigte Sturm hatte auch Auswirkungen auf die Besucherzahl. Am Freitag wurden bei bestem Wetter und einigen Schweizer Hauptacts 8600 Eintritte verkauft – viele davon noch an der Abendkasse.
Am Samstag gab es auf dem Festivalgelände deutlich mehr Platz. Dies schon zum noch trockenen Auftakt. Am Schluss war auf dem Fischmarktplatz vielleicht noch ein Viertel der Menge des Vorabends beim Auftritt von Stephan Eicher & Traktorkestar präsent.
