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Magische Momente für Kinder

Seit 25 Jahren entführt René Krebs junge Zuschauer mit seiner Reihe Kufki (Kultur für Kinder) in andere Welten. Am Sonntag erhielt er zum Jubiläum vom Gutenswiler Zauberer Dan White Unterstützung.

Kufki-Initiant René Krebs begrüsst die Besucher der Jubiläumsfeier. , Kufki-Initiant René Krebs begrüsst die Besucher der Jubiläumsfeier. , Kufki-Initiant René Krebs begrüsst die Besucher der Jubiläumsfeier. , Kufki gibt es seit 25 Jahren., Kufki-Initiant René Krebs begrüsst die Besucher der Jubiläumsfeier. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Usters Stadtpräsidentin Barbara Thalmann lobte das Engagement für die Kinder. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann. , Zauberer Dan White zog die Zuschauer in seinen Bann.

Christian Brändli

Magische Momente für Kinder

Seit Sonntagmorgen verfügt das Oberland über eine ganze Reihe von neuen, noch sehr jungen Zauberlehrlingen. Der Nachwuchs wurde nicht etwa in einem dunklen Wald rekrutiert, sondern in der Turnhalle des Ustermer Schulhauses Pünt. Dort, wo Kufki seit vielen Jahren Saison um Saison und Sonntag um Sonntag Kinder in die Märchen- und Theaterwelt eintauchen lässt.

Zum diesjährigen Saisonauftakt – es ist der 25. für «Kultur für Kinder» – erhielt Kufki-Initiant René Krebs in seinem Bemühen, auch ganz jungen Zuschauern ein eigenes Programm zu bieten, zauberhafte Hilfe von Dan White aus dem nahen Gutenswil. Auch wenn der Mann seinen eigenen Zauberstab nie richtig in den Griff kriegte, konnte er den Kindern nichts weniger als den grössten Zauberstab der Welt präsentieren – alles nur möglich dank den magischen Kräften, die die kleinen Besucher innert kurzer Zeit freisetzen konnten.

White zeigte auch, dass er ein Herz für Tiere hat. So befreite er den Seehund Sandy aus der Kiste, die vor dem Publikum stand. Dieser wusste das allerdings nicht wirklich zu schätzen, sondern nahm seinen Meister White hoch. Mit seinen Scherzen vermochte das Viech, das seine Stimme aus dem Bauch von White erhielt, die Herzen der Kinder im Sturm zu erobern. Allerdings musste es auch feststellen, dass sich hinter der vermuteten Lady Gaga im Publikum ein blondes Mädchen aus Uster verbarg. 

Grosse Konkurrenz

Für einmal gab es unter dem erwachsenen Publikum aber nicht nur viele Eltern, sondern auch einige geladene Gäste. Schliesslich feierte Kufki sein 25-jähriges Bestehen. Vor einem Vierteljahrhundert hatte René Krebs die Reihe aus der Taufe gehoben. Mittlerweile erhält er bei der Organisation auch Unterstützung von seinem Sohn Fabian Bockstaller, der vor Jahren den Vater zu diesem Kulturanlass inspiriert hatte, sollte der Junge doch an einem Sonntagmorgen noch etwas anderes machen, als einfach auf seinem Nintendo herumzuspielen. 

Krebs zeigte sich enttäuscht, dass ausgerechnet am Jubiläumsanlass relativ wenige Kinder ins Pünt gefunden hatten. Doch die Konkurrenz war an diesem Tag auch ausserordentlich gross. Der Abenteuerspielplatz Holzwurm, der ein ähnliches Zielpublikum hat, beging sein 40-jähriges Bestehen. Dazu kam der Zirkus Chnopf, der gleich nebenan sein Zelt aufgeschlagen hatte. Und bei der Landihalle lockten auch die Angebote der Street-Food-Days.

Dreifaches Eviva für Kufki

Doch von diesem Umstand nicht entmutigen liess sich der von Krebs annoncierte und als Unterstützer gelobte«John Travolta» – Pünt-Anlagenchef Bruno Ciccotosto hat tatsächlich Ähnlichkeiten  mit dem Schauspieler –, der zusammen mit den Kindern und Eltern eine dreifache Welle mit dem Ruf «Eviva Kufki» lostrat.

Zu den Gratulanten gehörte Usters Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP). Sie unterstrich, wie wichtig das Kufki-Angebot ist: «Es geht um Publikumsförderung. In Uster als sehr familienfreundliche Stadt mit einem Anteil von über 18 Prozent von Kindern und Jugendlichen ist das besonders wichtig.» Krebs sei es vor 25 Jahren bei der Gründung von Kufki nicht um Politik gegangen, sondern um die Kinder. Doch indem er an die Stadt herangetreten sei und die Förderung der Kultur für Kinder zu einem öffentlichen Anliegen gemacht habe, sei er auch auf das politische Parkett getreten. 1996 erhielt er den auch den Kulturförderpreis für sein Engagement. 

Gratulation von Bundesamtsdirektorin

Gar von Fribourg extra zur Feier angereist war Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamtes für Kultur. «Kufki liegt mir besonders am Herzen. Möglichste viele sollten an der Kultur teilhaben können und selbst auch Kultur machen. Kufki bietet die kulturelle Grundversorgung für Kinder.» Sie sprach ein grosses «Merci» an die Veranstalter aus und hofft, dass der Elan und die Ausdauer auch noch für weitere 25 Jahre Kufki reichen. 

Auch wenn die Finanzen Krebs immer wieder Sorgen bereiten, so ist das Programm für diese Saison schon fest gebucht. Neun weitere Veranstaltungen, vom Figurentheater «Rotkäppchen», über die Livemusik mit «Martha und die Seepiraten» bis zum Fusstheater – auch das gibt es – «Der Fischer und seine Frau» stehen an. Und das alles wohlgemerkt zu den seit 23 Jahren gleich hohen oder besser tiefen Eintrittpreisen. 

«Miis Märli» zum Kufki-Jubiläum
Und wer Rückschau auf die vergangenen Kufki-Jahre halten möchte, der kann sich René Krebs’ Jubiläumsbuch «Miis Märli» kaufen, das am Sonntag präsentiert worden ist. Erhältlich ist es an der Theaterkasse oder über www.kufki.ch.

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