Gesellschaft

CVT – das Getriebe ohne Gänge

Das Getriebe eines Autos ist die entscheidende Schnittstelle zwischen Motor und Kraftübertragung auf die Räder. Es passt die Motorenleistung durch Unter- und Übersetzung an die Geschwindigkeit an. Nur so ist ein komfortables Vorwärtskommen im optimalen Drehzahlbereich möglich.

Lineartronic CVT-Getriebe von Subaru.

CVT – das Getriebe ohne Gänge

Die ersten Getriebe waren alle handgeschaltet, sogenannte Schalt- oder Wechselgetriebe. 1940 brachte Oldsmobile mit der Hydra-Matic das erste Automatikgetriebe, ein Wandlergetriebe auf den Markt. Zur gleichen Zeit setzten Mercedes und Peugeot auf Halbautomatikgetriebe. Es folgten die ersten automatisierten Schaltgetriebe (ASG). Obwohl erst 2003 Volkswagen mit dem serienmässigen Einbau von Doppelkupplungsgetrieben startete, wurden erste Patente für ein solches Getriebe bereits in den 1930er Jahren angemeldet.

Ein Sonderfall unter den Getrieben ist das CVT. CVT steht für Continuously Variable Transmission, ein stufenloses Getriebe, mit dem jederzeit eine optimale Kraftübertragung auf die Räder möglich ist.

Kernstück dieses Getriebes sind vier paarweise angeordnete, verschiebbare Kegelscheiben, zwischen denen eine Kette oder ein Keilriemen läuft.

Die Unter- oder Übersetzung geschieht dadurch, dass sich die Abstände zwischen den Kegelscheibenpaaren verschieben. Bekannt wurde diese Art von Getriebe als Variomatic und wurde in Autos des holländischen Herstellers DAF verbaut. Bei DAF war es eine stufenlose Keilriemenautomatik. Der Vorteil solcher CVT ist ein absolut ruckfreies Fahren.

Bei modernen CVT-Getrieben geschieht die Kraftübertragung zwischen den Kegelscheiben mit Laschenketten. Diese Getriebe sind meistens noch mit manuellen Schaltpunkten ausgestattet. Das heisst, mithilfe von elektronisch vordefinierten Gängen kann das Getriebe über Schaltwippen am Lenkrad oder mit dem Schaltknauf in der manuellen Position angesteuert werden. Heute sind es vor allem die Hersteller Subaru und Audi, welche Fahrzeuge mit einem CVT anbieten. Dank elektronischer Steuerung sind diese Getriebe flexibel und haben oft auch vordefinierte Programme für Bergauf- und Bergabfahrten.

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