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Auto laden ohne Kabel

Empa-Forscher haben in Dübendorf ein Verfahren entwickelt, um Autos über Magnetfelder induktiv zu laden. Darüber hinaus hat die Technologie noch weitere Vorteile.

Ein umgerüstetes E-Auto lädt kabellos über die im Boden integrierte Spule – der Ladevorgang startet automatisch, sobald das Fahrzeug korrekt parkiert ist. Im Bild Empa-Forscher Mathias Huber.

Foto: Empa

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Empa-Forscher haben in Dübendorf ein Verfahren entwickelt, um Autos über Magnetfelder induktiv zu laden. Darüber hinaus hat die Technologie noch weitere Vorteile.

Einmal auf den Parkplatz gefahren und schon lädt das E-Auto von allein? Was beim Handy oder bei der elektrischen Zahnbürste längst Alltag ist, könnte bald auch für Elektroautos Realität werden: das induktive Laden ganz ohne Kabel. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie und mit der Unterstützung des Bundesamts für Energie (BFE) sowie der Kantone Zürich und Aargau haben Empa-Forschende die Technologie erstmals in der Schweiz unter realen Bedingungen getestet.

Die Energieübertragung geschieht beim induktiven Laden über Magnetfelder. Die Ladestation auf dem Empa-Campus in Dübendorf verfügt über eine spezielle Bodenplatte. Das Elektroauto wurde mit einer entsprechenden Empfängertechnologie ausgerüstet. Wird es präzise über der Platte parkiert, startet der Ladevorgang automatisch.

Einzelzulassung erhalten

Noch gehört das induktive Laden von Fahrzeugen nicht zum Standard. Denn für die Ladung der grossen Autoakkus braucht es deutlich stärkere Magnetfelder als für ein Handy. «Wir mussten zunächst sicherstellen, dass das Magnetfeld weder andere Geräte im Fahrzeug und ausserhalb davon noch Menschen beeinträchtigt», erklärt Empa-Forscher Mathias Huber. Als zusätzliche Sicherheitsmassnahme prüft die Ladestation automatisch, ob sich Gegenstände oder Lebewesen zwischen den Spulen befinden, bevor sie den Ladevorgang startet.

Im Projekt rüsteten die Partner bestehende Fahrzeuge für das kabellose Laden um. Anschliessend erhielten die umgebauten Fahrzeuge eine Einzelzulassung für Schweizer Strassen. Weltweit zählen sie damit zu den ersten E-Autos mit einem alltagstauglichen induktiven Ladesystem. Dabei erreicht das kabellose Ladesystem eine vergleichbare Effizienz wie das herkömmliche Laden per Kabel, das bei den umgerüsteten E-Autos auch weiterhin möglich bleibt.

Stromkosten lassen sich senken

Wie sonstige Fahrzeuge stehen auch Elektroautos im Mittel rund 23 Stunden am Tag still. Wären sie auf Parkplätzen oder in Garagen permanent ans Stromnetz angebunden, könnten ihre Batterien als Stromspeicher dienen, Schwankungen abfedern und so erneuerbare Energien fördern. Auch wirtschaftliche Vorteile ergeben sich: Durch intelligentes Laden zur richtigen Zeit lassen sich Stromkosten senken. Mit dem kabellosen Ladesystem müsste man dafür nicht einmal ans Einstecken denken.

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