Blogs

Der grüne Daumen

Eigene Erbsen ernten

Erbsen sind hübsch, gesund – und verbessern den Boden. Damit die Pflanzen prächtig gedeihen können, gilt es aber einige Dinge zu beachten.

Ein violett-rosa blühendes Erbsenbeet im Familiengarten Dübendorf. Erbsen verbessern den Boden und bringen Farbe in den Garten.

Foto: Dirk Rahnenführer

Eigene Erbsen ernten

Der grüne Daumen

Erbsen sind hübsch, gesund – und verbessern den Boden. Damit die Pflanzen prächtig gedeihen können, gilt es aber einige Dinge zu beachten.

Dirk Rahnenführer und Karin Haggenmüller

Verein für Familiengärten Dübendorf

Mit den ersten warmen Frühlingstagen ist der Garten zum Leben erwacht. Jetzt ernten wir noch letzte Wintergemüse wie Federkohl, Lauch oder Nüsslisalat. Gleichzeitig werden im April die ersten Salate, Fenchel oder Kohlrabi ins Frühbeet gesetzt. Ohne Frühbeet schützen alternativ Jute oder Wollvlies plastikfrei die noch jungen Pflanzen. Erbsen sind bestens geeignet für diese Jahreszeit. Gut vorbereitet gelingt die Aussaat im Garten und auf dem Balkon.

Vor der Aussaat werden die Beete aufgelockert und vom Unkraut befreit. Je nach Bepflanzung versorgen Kompost, Dünger, Hornspäne oder ähnliche Materialien den Boden mit Nährstoffen.

Erbsen sind mit ihren filigranen Ranken und hübschen Blüten dekorativ und gesund. Und was gibt es Schöneres, als sie direkt von den Ranken zu naschen. Als Hülsenfrüchtler (Leguminosen) verbessern sie zusätzlich den Boden. Sie reichern ihn mit Stickstoff an, den sie über Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln direkt aus der Luft gewinnen.

Platz und Licht

Erbsen benötigen viel Sonne und ausreichend Platz nach oben und zur Seite. Auf dem Balkon sind niedrig wachsende Sorten kombiniert mit einer Rankhilfe ideal. Grosse Töpfe vermeiden Staunässe. Im Garten benötigen Sorten ab einem Meter Höhe ebenfalls eine Rankhilfe. Dafür verwenden wir Maschendraht oder spannen Schnüre waagerecht zwischen mehreren Holzstöcken. Auch Tannenäste, bei denen die Nadeln abgefallen sind, eignen sich gut. So erhält unser nächster Christbaum im Frühling eine weitere Verwendung – Planung ist das halbe Gartenleben.

Samen vorbereiten und schützen

Die meisten Erbsensorten werden zwischen März und Juni gesät, am besten direkt in den Boden oder Topf. Für einen schnellen Start werden die Samen über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht – oder in Kamillentee mit seiner antibakteriellen und fungiziden (pilzabtötenden) Wirkung.

Auf dem Samenpäckli stehen viele nützliche Informationen, zum Beispiel wie tief und in welchem Abstand die Erbsen gesät werden. Zahlreiche Vögel lieben Erbsensamen und -keimlinge. Vlies oder ein Maschendraht über dem Beet hindern die Vögel daran, die Samen auszuscharren.

Tipp: Samenfestes Saatgut trägt zur Sortenvielfalt und Biodiversität bei. Wir gewinnen von unserer Ernte neues Saatgut für die nächste Saison. Anders als bei Hybrid-Sorten bleiben die Eigenschaften der Pflanzen erhalten – ein spannendes Experiment, das zur Erhaltung alter Sorten beiträgt.

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.