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Es wird krass werden, aber wir schaffen das (also nicht alle)

Wegen der unterbrochenen Versorgung mit Nahrungsmitteln wird es zwangsläufig zu massiven Unruhen kommen.

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Es wird krass werden, aber wir schaffen das (also nicht alle)

Wir alle haben eine schwierige Zeit hinter uns, aber es wird noch schlimmer werden. Sämtliche Medien haben schon mit warnendem Ton darauf hingewiesen: Am 25., 26. und 27. Dezember kann man nicht einkaufen, denn die Läden bleiben zu. Die grossen, und auch die kleinen, also etwa Tankstellenshops oder Kioske. Und zu heisst zu, nicht einfach nur in der Nacht, nein, auch am Tag, also immer. Zu! Geschlossen!

Der Bundesrat hat das beschlossen, wegen diesem Dings, dem Virus. In den Kommentarspalten der grossen Newsportale herrscht seither eine Mischung aus Verzweiflung und überschäumender Wut über den Entscheid. Und natürlich ist beides völlig berechtigt. Denn damit bombt uns unsere Regierung quasi zurück ins Mittelalter, wo man auf dem Acker mit blossen gichtgeplagten Händen nach vergammelten Kartoffeln graben musste, um nicht zu verhungern.

Und ja, natürlich tut der Bundesrat das, weil er uns nichts gönnt, mehr noch: weil er uns hasst. Nationalrat Roger Köppel hat das schon richtig bemerkt, als er vor ein paar Tagen seine Sonntagsgipfeli kaufen wollte und die Bäckerei geschlossen war.

500g Reis, 500g Teigwaren, 1 Liter Öl

Doch selbst wenn ein dreitägiges Einkaufverbot natürlich komplett unmenschlich ist, bringt es letztlich nichts, sich darüber aufzuregen. Die Läden bleiben zu, und dieser Tatsache müssen wir uns stellen – und uns darauf vorbereiten, so gut wir können.

Basierend auf den Empfehlungen des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL)  gilt es nun einen Notvorrat anzulegen. Am wichtigsten sei Wasser, so das BWL. Der Rat: drei Liter pro Person und Tag. Obs eine Edelmarke oder eine italienische Billig-Tunke aus dem Discounter sein soll, darüber gibt es leider keine Angaben. Ich denke mal, mit Evian fährt man nie schlecht.

Drei Rollen pro Person und Tag scheinen viel zu sein, aber der Körper reagiert auf Mangelernährung nun mal häufig mit Durchfall.

Und hier die Grundnahrungsmittel, die das BWL als Vorbereitung für eine Krise empfiehlt (Menge pro Person für drei Tage): 500g Reis, 500g Teigwaren, 1 Liter Öl, 200g Salz, 250g Zucker, 1 Kilo Schokolade, 5 Liter Milch, 400g Hartkäse oder Cashew-Käse, 1 Kilo Trockenfleisch (für Veganer von einem Tier, das nicht mit Milch aufgezogen wurde), und dazu reichlich Kaffee, Tee, Dörrfrüchte, Müesli, Zwieback.

Bitte wirklich die Teigwaren nicht vergessen! Und dann gehören auch noch Mehl und Büchsentomaten auf die Liste, sagen wir mal je ein Kilo. Ganz wichtig ist auch das Toilettenpapier, mindestens drei Rollen pro Person und Tag . Das scheint viel zu sein, aber der Körper reagiert auf Mangelernährung nun mal häufig mit Durchfall. Gegen Skorbut, der sich nach drei Tagen ohne frische Nahrungsmittel zwangsläufig einstellt, hilft ein Orange pro Tag. Das bitte auch noch auf die Liste. Und dann noch eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Kerzen, Streichhölzer, Gaskocher, Hygieneartikel. Und unbedingt auch Kondome. In Zeiten wie diesen will man wirklich nicht noch mehr Kinder in die Welt setzen.

Mehr Kriminalität, das ist klar

Während die Drogensüchtigen für einmal im Vorteil sind, da ihre Verkaufsstellen nicht vom bundesrätlichen Dekret betroffen sind, trifft es Raucher und Alkoholiker richtig hart, wobei Letztere im Notfall immer noch das Aftershave oder den Badreiniger runterkippen können. Für Raucher hingegen gibt es keine Alternative, und die können auch nicht mal eben kurz in die Beiz, um sich ein paar Kippen aus dem Automaten zu ziehen, denn die sind ja auch zu. Also die Beizen. So richtig. Geschlossen.

Es wird demnach zwangsläufig zu einem Anstieg der Beschaffungskriminalität kommen. Wer also normalerweise abends gerne mit dem Hund rausgeht, um noch schnell eine zu rauchen, sollte das am 25., 26. und 27. Dezember lieber lassen.

Ich würde an dieser Stelle gerne mit der merkelschen Durchhalteparole abschliessen, aber ich befürchte, dass wir es möglicherweise eben doch nicht alle schaffen werden, vor allem für die Schwächsten unter uns stehen die Chancen nicht gut. Wobei, eigentlich ist das ja gar nicht so schlimm, sind ja sowieso nur die Alten. Und die lassen wir schon jetzt einfach so sterben, ohne dass sich wirklich jemand darüber aufregen würde. Verhungern ist zudem viel humaner als ersticken.

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